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Leverkusen
Wut und Staunen an Großbaustelle Fixheide

Leverkusen: Wut und Staunen an Großbaustelle Fixheide
TBL-Baustellenleiter Yilmaz Nalkiran verteilte gestern an die gestrandeten Fahrer Umleitungspläne. FOTO: Miserius/US
Leverkusen. Die Schlebuscher Straße ist seit Sonntagnachmittag komplett gesperrt. Bei vielen Autofahren muss die Stadt noch Aufklärungsarbeit leisten. Ein Besuch an der Baustelle.  Von Ulrich Schütz

TBL-Bauleiter Yilmaz Nalkiran hatte gestern an der Schlebuscher Straße alle Hände voll zu tun: Er gab den Leverkusener Stadtführer, verteilte Umleitungspläne: Hunderte Autofahrer glaubten einfach nicht, dass die Hauptverkehrsstraße zwischen Quettingen/Opladen und Alkenrath komplett gesperrt war. Lkw-Fahrer, Postfahrer, Geschäftsleute, die Mutti mit dem Sprössling im Kindersitz, eigentlich ein Querschnitt aller Fahrzeugnutzer, rollten bis zur Sperre in Höhe TMD Friction/Textar und staunten. Erst die Sperrschilder, dann eine Front aus Baufahrzeugen: Das überzeugte den letzten Zweifler, dass die Straße tatsächlich dicht war.

Bauleiter Nalkiran blieb geduldig: "Nein, hier können Sie nicht mehr durch!" - "Nein, auch die 300 Meter bis zur Siemensstraße nicht!" - "Sie müssen eine Umleitung fahren!" - "Ja, die Sperrung ist vorher angekündigt worden, da stehen große Hinweistafeln und Sperrbaken auf der Straße." - "Ja, das wird noch ca. sechs Wochen dauern."

Die Sperranlagen waren Sonntagnachmittag montiert worden. Damit wurde der Abschnitt zwischen Alkenrather Autobahnbrücke/Siemensstraße und TMD Friction/Textar zum Baustellenbereich. Kraftfahrzeuge kommen nicht mehr durch, Fußgänger und Radfahrer können auf den Fußwegen vorbei.

Die Sperre Schlebuscher Straße wurde am Sonntag einfach beiseite geräumt. Viele fuhren verbotenerweise durch. FOTO: Schütz Ulrich

Die Sperren waren am Sonntag gerade mal eine Stunde aufgebaut, da wurden die Baustellenzäune von wütenden Autofahrern beiseite gezogen - der Verkehr lief wieder fast wie gewohnt. Das Durchfahrtsverbot wurde großzügig missachtet. Teils ging es über Grünflächen und Bürgersteig an den Sperren vorbei. Das ist seit Montag ca. sieben Uhr vorbei. Die Baufirma fräste als erste Maßnahme die Straßenoberfläche ab. Bei der ersten Hälfte der 300 Meter langen Sanierungsstrecke lief dies relativ locker. Fräse an, Lkw beladen und ab in die Asphaltfabrik zur Wiederverwendung. Das nächste Stück - Höhe Katastrophenschutzzentrum/Textar - hatte es in sich: Die Fahrbahnoberfläche ist mit Teer versetzt. Er gilt als Sondermüll und muss auf Deponien gelagert werden. Insgesamt dauerte das Abfräsen der obersten Schicht nicht lange. Jetzt kommt aber die zeitraubende Feinarbeit: Einige Gullys müssen noch neu an den Kanal angeschlossen werden. An etlichen Stellen der Schlebuscher Straße ist der Untergrund so kaputt, dass er ausgebaggert und neu aufgeschichtet werden muss. Das kann dauern.

Insgesamt wird die Schlebuscher Straße zwischen Alkenrath und Quettingen für rund 6,5 Wochen komplett gesperrt bleiben. Dass die Sperrung schon am Sonntag vollzogen wurde, obwohl an diesem Tag keine Bauarbeiten anstanden, hattediesen Grund: Die Bergisch Gladbacher Spezialfirma hätte sonst ihre Aufträge nicht geschafft.

Die Sperung in der Fixheide sorgte für lange Staus in Lützenkirchen und Manfort.

Quelle: RP
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