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Leverkusen
Young Stage begeistert im Forum

Leverkusen: Young Stage begeistert im     Forum
FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. 80 Schüler und junge Leute präsentierten die zweite "Young Stage"-Produktion, "Barfuß in meinen Schuhen", angelehnt an den Roman "Der kleine Lord". Von Gabi Knops-Feiler

Bis kurz vor der Aufführung wuselten die jungen Leute noch aufgeregt durch die Umkleiden. Als das Schauspiel begann, waren sie voll konzentriert auf ihre Aufgabe. Rund eineinhalb Stunden später tanzten sie erneut, aber diesmal vor Freude über die furiose Vorstellung, die sie am Samstag im Forum vor ausverkauftem Haus abgeliefert hatten. Rund 80 Leverkusener Schüler und junge Leute ab zwölf Jahren aus 30 Nationen, verschiedenen Schulformen und Gesellschaftsschichten hatten das Publikum beim Musical "Barfuß in meinen Schuhen" in ihren Bann gezogen. Es war die zweite Ausgabe der "Young Stage"-Produktion und nach Meinung der meisten noch besser als die vorherige vor zwei Jahren. Live-Band, Pop-Chor, Tanz- und Schauspielensemble begeisterten auf ganzer Linie. Das Bühnenstück, angelehnt an den Roman "Der kleine Lord" von Frances Hodgson Burnett, erzählte die Geschichte des skrupellosen Milliardärs und Chef des Firmenimperiums "Amalando" (dargestellt durch David Naser). Der kleine Lord war in diesem Fall ein Flüchtlingskind, dargestellt durch Malik Amajjoud, einen zwölfjährigen Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Wie bei der Vorlage brachte das Kind die Weltanschauung des Mannes ins Wanken.

Einige Darsteller schilderten kurz in deutscher und der Heimatsprache ihre ganz persönlichen Erlebnisse. Zu ihnen gehörte Farid aus Kabul (Afghanistan), der seit etwa vier Monaten mit seiner Familie in Schlebusch lebt. "In meiner Heimat habe ich Schauspiel studiert", sagte der 22-Jährige, der sein Mitwirken als gute Möglichkeit zur Integration betrachtete. Die Band erwies sich als eingespieltes Team. Der Chor sorgte nicht nur beim Titelsong "Geh doch in meinen Schuhen" für Gänsehaut. Und die Tänzer brannten gleichsam ein Feuerwerk auf der Bühne ab.

Initiator und Regisseur Arthur Horváth war begeistert. "Ihr habt uns heute glücklich gemacht", lobte er mit brüchiger Stimme. Er dankte den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne und Sponsoren und Trainern, ohne deren Einsatz das Musical nicht so rund geworden wäre. In zwei Jahren sei die dritte Produktion "auf jeden Fall" geplant.

Bis dahin werde man versuchen, mit den einzelnen Gruppierungen weiterzuarbeiten. Die Tänzer könnten etwa als Young Stage-Dancers, der Chor als Young Stage-Voices selbstständig auftreten. Dieser Wunsch sei jedenfalls von vielen geäußert worden und den wolle man, vorausgesetzt es gebe genügend Mitstreiter, möglichst erfüllen.

Quelle: RP
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