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Leverkusen
Zauberhafte Premiere in Opladen

Leverkusen: Zauberhafte Premiere in Opladen
Auf ihrem Weg zum Zauberer von Oz treffen die drei Freunde Vogelscheuchen ohne Verstand, herzlose Blechmänner und furchtsame Löwen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Musikschule hat eine Kindermusical-Version vom "Zauberer von Oz" in der Opladener Festhalle uraufgeführt. Von Monika Klein

Drei Freunde wollen lernen, an sich selbst zu glauben. Sie erhoffen sich die Erfüllung des Wunsches durch magische Kräfte und machen sich auf die Reise zum "Zauberer von Oz". Den seltsamen Gestalten, die sie auf ihrem Weg treffen, geht es ganz ähnlich. Die Vogelscheuchen haben nur Stroh im Kopf und wünschen sich Verstand, die Blechmänner sind innen hohl und hätten gerne ein Herz. Und die drei Löwen fürchten sich so gar nicht artgerecht vor allem und jedem. Sie wollen endlich Mut. Am Ende ist eine zwölfköpfige Gruppe auf dem Weg.

Die Musikschule Leverkusen hat das Märchen vom Zauberer von Oz als Musical auf die Bühne gebracht. Ein halbes Jahr lang wurden Lieder und Texte gelernt, szenischer Ausdruck geübt und kleine Choreographien für die lange Wanderung erarbeitet. Am Wochenende wurde die Produktion zwei Mal in der Opladener Festhalle bestaunt und beklatscht von vielen Kindern und Erwachsenen.

Mittendrin saß Markus Voigt, der dieses Musical geschrieben und komponiert hat. Auch für ihn war die Produktion etwas Besonderes, denn es war die Uraufführung seines Werkes, das er in Zusammenarbeit mit den Musikschullehrern Torsten Schüring und Joachim Sieper nochmals überarbeitet und ergänzt hat. Die schaurig schöne Hexenszene, die das Stück gegen Ende zu einem dramatischen Höhepunkt führt, wurde beispielsweise erst nachträglich eingefügt. Zwischentexte hat Sieper dazu geschrieben.

Eltern haben für eindrucksvolle Kostüme und das Bühnenbild, inklusive Projektion von wechselnden Hintergründen, gesorgt. Teil dieses Bühnenbildes waren auch die Sänger des Kinderchores der Musikschule und des JeKiSS-Chores der Grundschule Herderstraße. Als Sonnenblumen verkleidet "wuchsen" sie neben dem sagenhaften gelben Weg, der vom Bühnenrand direkt zum Zauberer nach hinten führen sollte. Als die ganze Gesellschaft dort ihr Ziel erreichte, verwandelte warmes Licht das Gelb in ein goldenes Tor, dem Palast eines Zauberers wahrhaft angemessen. Optisch war also viel los da vorne, aber vor allem vermittelte die Musik den Inhalt der Texte.

Sie charakterisiert vor allem die auftretenden Gruppen, nicht nur die zischenden und drohenden Hexen, die des Nachts mit ihrem Gesang Angst und Schrecken verbreiten. Die muntere Melodie der drei Freunde zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück und begleitet alle auf der Wanderschaft. Auf der Stelle tritt die Weise der Strohmänner, denn die "stehen einfach dumm rum". Kalt und stockend klingt das Lied der silbernen Blechmänner mit Öltrichter-Hüten, ängstlich zitternd und stotternd das der Löwen. Eine Lehrerband, hinter schwarzen Tüchern weitgehend verborgen, sorgte für die ansprechende Instrumentalbegleitung.

Eine rundum gelungene Aufführung unter der Leitung von Angelika Görs, Anke Hein, Thorsten Schüring und Jürgen Sieper.

Quelle: RP
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