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Leverkusen
Zauberhaftes aus dem Lande Oz

Leverkusen: Zauberhaftes aus dem Lande Oz
Sucht ein Herz: der Blechmann (M.) im Land Oz. Das erweckten knapp 400 Darsteller der TSG im Alter von drei bis 30 zum Leben. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Knapp 400 Darsteller von der TSG und ein Ziel: die fantastische Geschichte des Zauberers von Oz auf die Bühne zu bringen. Von Gabi Knops-Feiler

Wenn sich eine Vogelscheuche nach Verstand sehnt, der Blechmann ein Herz wünscht und der feige Löwe gerne mutig wäre, dann geht es garantiert um das Märchen "Der Zauberer von Oz". Für die Forum-Bühne wurde es jetzt unter dem Titel "Es war einmal in Oz" adaptiert und inszeniert von der Trainerin der Tanz-Sport-Gemeinschaft TSG Leverkusen Denise Schüttler. Die Choreografie übernahmen Brigitte Kraus, Sabina Kraus und Andrea Taufer. Fast 400 Darsteller in zauberhaften Kostümen wirkten mit bei diesem ersten und zugleich größten Tanzprojekt, das die TSG in ihrer 33-jährigen Geschichte bisher auf die Beine gestellt hat. Die Jüngste war noch keine drei, die Älteste etwa 30 Jahre. Bemerkenswert: Unter sämtlichen Akteuren gab es insgesamt nur drei Jungen.

Angelehnt an das Kinderbuch von Lyman Frank Baum ging es in der Geschichte um Mut, Klugheit und die Kraft des gemeinsamen Handelns. Das Mädchen Dorothy (Kaja Venzke) spielte die Hauptrolle. Mit ihrem Hund Toto (Emilia Becker) hatte sie zahlreiche Abenteuer zu bestehen. Nachdem am Sonntag beide das Eis gebrochen hatten, fegte der Wirbelsturm auf die Bühne, dargestellt von 15 kleinen Mädchen zwischen vier und fünf Jahren. "Mama und Oma gucken auch zu", hatte die vierjährige Aila kurz vor ihrem großen Auftritt vergnügt gekräht.

Nicht nur sie, sondern die Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde sämtlicher Darsteller saßen im ausverkauften Zuschauerraum. Schon während der gut dreistündigen Vorstellung spendeten sie viel Zwischenapplaus.

Die ersten Proben hatten vor einem Jahr begonnen. Nach und nach verschmolzen 24 Tanzgruppen und 43 Choreografien zu einer Einheit. Integriert wurden diverse Tanzstile wie klassisches Ballett, Gesellschaftstanz und Hip-Hop. Selbst Blumen, Früchte und Vögel, wilde Tiere und geflügelte Affen und nicht zuletzt der Zauberer selbst wurden in dem Stück zu tänzerischem Leben erweckt. Vor allem sei wichtig gewesen, schilderte Wolf-Dieter Rückwart, Vorsitzender des mitgliederstärksten deutschen Tanzsportvereins, dass die Kinder und Jugendlichen ihr gesamtes tänzerisches und mimisches Können auf einer "großen Bühne" präsentieren konnten. Schon bei seiner Begrüßungsrede hatte er davon gesprochen, dass die Vorführung für alle Mitwirkenden zum unvergesslichen Erlebnis werde. Das galt aber nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Älteren, wie beispielsweise die 22-jährige Marlis Thal, deren Mutter freilich überzeugt war, ihre Tochter sei die Schönste von allen. Der gleichen Meinung waren wohl alle Eltern.

Quelle: RP
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