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Leverkusen
Zu Ostern zeigt der Wildpark seine Kinder

Das sind die Tierkinder im Wildpark in Leverkusen
Das sind die Tierkinder im Wildpark in Leverkusen FOTO: Tierpark
Leverkusen. Von der Mutter verlassen oder auf einem Ausflug verloren gegangen - Das Wildparkteam Reuschenberg zieht derzeit mehrere Jungtiere mit der Flasche groß. Rotfüchse, Ziegen, ein Schaf und ein Eichhörnchen. Von Verena Patel

Was haben Shaun das Schaf und Bonnie und Clyde gemeinsam? Bis auf die Leinwand wie ihre Namensvettern haben es alle drei bisher nicht gebracht, aber im Wildpark Reuschenberg sind das Lamm und die beiden jungen Zwergziegen unzertrennlich geworden. Alle drei werden mit der Hand aufgezogen.

Shaun kam im Januar nach einer schweren und langwierigen geburt zur Welt. "Für seine Mutter war es die erste Geburt und sie zeigte danach kein großes Interesse mehr an dem Lamm", berichtet Tierparkleiterin Sabine Honnef. Das sei bei Schafen nicht unüblich, wenn sie das erste Mal gebären oder es bei der Geburt Schwierigkeiten gibt. Shaun kam daher in die Obhut des Wildpark-Personals und wird von ihm großgezogen. Schon bald schloss er Freundschaft mit den beiden Zwergziegen Bonnie und Clyde, die im Dezember geboren wurden. Die Tiere werden gemeinsam gehalten. "Shaun ist immer noch sehr anhänglich, während die Ziegen schon eindeutig frecher durchs Leben gehen", sagt Honnef.

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Besonders viel Aufmerksamkeit brauchen derzeit die drei etwa drei Wochen alten Fuchsjungen, die der Wildpark aufgenommen hat. Mary, Jackie und Joe wurden im Wildpark abgegeben. Alle zweieinhalb Stunden müssen sie gefüttert werden - mit einer Flasche voll Hundemilch. "Wir vermuten, dass die Mutter bei einer Aufräumaktion auf dem Bauernhof gestört wurde und daraufhin das Weite gesucht hat", erklärt die Tierparkleiterin. In solchen Fällen müsse man davon ausgehen, dass die Mutter nicht zu ihren Jungen zurückkehre. Doch die jungen Füchse sind in diesem Alter allein noch nicht überlebensfähig.

Im Tierpark wohnen sie in einem Gehege unter Rotlicht und tapsen eher ungelenk durchs Leben: Einerseits können sie nichts sehen, weil sich die Augenlider noch geschlossen sind. Andererseits unternehmen die drei Tiere gerade erst die ersten Stehversuche. "Von Laufen kann gar nicht die Rede sein", sagt Parkleiterin Sabine Honnef. "Im Moment kugeln die drei eher über den Boden." Für Besucher des Tierparks sind die Füchse daher noch nicht zu sehen.

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Agiler ist da bereits das junge Eichhörnchen Max. In etwa vier Wochen wollen es die Tierparkmitarbeiterin die Wildbahn entlassen. Max, der etwa sechs Wochen alt ist, ernährt sich derzeit von Milch. Allerdings trinkt er schon selbst aus einem Schälchen. "Er ging vermutlich auf einem ersten Ausflug mit seiner Mutter verloren", sagt Honnef. Zwar hat sich Max ein wenig an die Menschen um ihn herum gewöhnt, aber es sei kein Problem, ihn bald freizulassen. Auch für den Winter ist er gut gerüstet: "Die Eichhörnchen werden bei uns ja im Winter auch zugefüttert."

Der Wildpark Reuschenberg ist über Ostern täglich von 9 bis 18 Uhr, das Bistro von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
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