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Leverkusen
Zum Schluss kamen die Gralshüter des Jazz

Leverkusen: Zum Schluss kamen die Gralshüter des Jazz
Kann getrost als Gralshüter des Jazz bezeichnet werden: Eckhard Meszelinsky (l.) organisiert die Jazztage nicht mehr, aber spielte auf dem Festival. FOTO: U. Miserius
Leverkusen. Die "Leverkusener Jazztage" sind längst ein Markenzeichen. Daher wird das Musik-Festival auch in den nächsten Jahren so heißen, wenngleich die Puristen schon genau hinschauen müssen, was denn da im Programm wirklich noch Jazz ist. Von Siegfried Grass

Aber es gab ihn, auch im 37. Jahr: Gleich zu Beginn sang Gregory Porter, ein Komponist des Jazz und von vielen als Retter dieser Gattung bezeichnet, der in der Lage ist, größere Säle zu füllen. Ganz zum Schluss der diesjährigen Jazztage war es das Tingvall Trio, das im vornehmen Erholungshaus auftrat. Das Trio um den schwedischen Pianisten Martin Tingvall ist geradezu so etwas wie der Gralshüter des Jazz. Aber auch diese drei Musiker weichen schon mal von diesem Weg ab, wenn beispielsweise Pianist Tingvall Musik für Tatort-Krimis komponiert oder mit Udo Lindenberg tourt. Sei's drum: Im Erholungshaus setzten sich die drei Männer vehement für den Fortbestand des Jazz ein. Dabei ist das Dreier-Ensemble so vollkommen, dass es fast schon wieder langweilig wird. Ein Widerspruch?

Nein, denn Überraschungen gibt es immer wieder, wie Schlagzeuger Jürgen Spiegel versichert: "Kein Konzert ist wie das andere." Nur wer durch die Vielzahl der Musikaufführungen, die dieses Trio absolviert, so perfekt aufeinander abgestimmt ist, macht es dem Zuhörer schwer, das Überraschende und das Planlose zu erkennen. Das Erholungshaus war der geeignete Ort für diese Jazz-Gala zum Abschluss des Festivals, zu der auch Eckhard Meszelinsky mit seinem Projekt "Noise Adventures" beitrug. Der Mann, der jahrelang als Manager für den Fortbestand der Jazztage sorgte, suchte sich junge und begabte Musiker aus dem reichlich bestückten Fundus des Nachwuchswettbewerbs "future sounds" aus: Er hat die Gewinner aus dem Jahr 2013, das "DuckTapeTicket", eingeladen. Die Verbindung mit dem Streicher-Trio hat nicht nur dem Leverkusener Publikum gefallen, sondern fand zuvor schon auf anderen Konzerten Anerkennung. So dass dieses Projekt fortgesetzt werden soll. "Wir haben vor, im Frühjahr noch einige Konzerte zu geben und planen für den Herbst nächsten Jahres", skizziert der Leverkusener Eckhard Meszelinsky sein musikalisches Streben.

Quelle: RP
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