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Leverkusen
Zwist zu Parknot am S-Bahnhof Rheindorf

Leverkusen: Zwist zu Parknot am S-Bahnhof Rheindorf
Zu wenig P&R-Plätze am S-Bahnhof Rheindorf kritisieren Bürger und Politik. Die Stadt sieht das anders. Sie arbeitet derzeit an einem neuen Mobilitätskonzept. FOTO: ralph MAtzerath
Leverkusen. Die Parkplatznot am S-Bahnhof in Rheindorf beschäftigt neben der Politik - Montag im Stadtrat gab es eine hitzige Diskussion dazu (wir berichteten) - auch unsere Leser. Die Stadt warnt: Mehr Stellflächen heißt auch mehr Verkehr. Von S. Genath und L. Hauser

Der Langenfelder Klaus Groß hatte sich im "Bürgermonitor" unserer Redaktion über fehlende Parkplätze am S-Bahnhof beschwert und darauf hingewiesen, dass Autofahrer aus Not ihre Wagen auch am nahen Feldrand abstellten, dafür aber "Knöllchen" bekämen. Die Stadt plant, die Haltestelle besser durch Wupsi-Busse anfahren zu lassen.

Frank Bach bezweifelt jedoch, dass sich Bahnfahrer zusätzlich ein Busticket kaufen. Sie würden lieber mit dem Auto zur S-Bahn-Station fahren, ist er überzeugt. "Insbesondere Leute aus Langenfeld oder Hitdorf werden den lästigen Umstieg doch nicht in Kauf nehmen", schreibt er. Zudem würden mehr Park-and-Ride-Plätze auch die Parksituation in Leverkusen-Mitte entlasten. Frank Bach schlägt deshalb vor, den Wendehammer am S-Bahnhof zu verkleinern oder ganz zu beseitigen und die Fläche für Parkplätze zu nutzen.

Dieser Meinung ist auch Bernhard Geuß. Er schlägt vor, die heutige Sackgasse mit der Okerstraße zu verbinden.

Ein Fußweg existiere dort schon. "Wenn man diesen verbreitere, könnte er als reine Busstraße genutzt werden und außerdem links und rechts mit Parktaschen versehen werden", erläutert Geuß. "Sämtliche Linien könnten über den S-Bahnhof geführt werden, die Hüttebräucker-Linie 251 käme näher an das Einkaufszentrum Rheindorf-Nord heran. Mehr Autofahrer könnten ihren Wagen sicher und legal abstellen und auf den ÖPNV umsteigen." Da der Fußweg bestehe, könne die dort verlaufende Ferngasleitung kein Hinderungsgrund sein. "Auch die finanziellen Mittel dürften sich in einem vertretbaren Rahmen bewegen." Die Stadt hatte angekündigt, die Vorschläge zu prüfen. Grundsätzlich erarbeite das Baudezernat ein Konzept zu Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), Park-and-Ride-Plätzen und Mobilität, sagte Stadtsprecherin Julia Trick.

Die Stellungnahme zu Rheindorf und anderen Haltepunkten hatte die Stadt im Rat vorgelegt. Tenor: "Jeder neue P+R-Parkplatz erzeugt zusätzlichen Pkw-Verkehr zum Stellplatz und zurück. Daher ist es das Ziel, mehr Benutzer der P+R-Anlagen mit dem Fahrrad bzw. dem ÖPNV anreisen zu lassen. So können vorhandene Stellplätze wieder frei werden und den Kunden, die mit dem Pkw kommen müssen, angeboten werden." FDP-Ratsherrin Monika Ballin-Meyer-Ahrens hatte die Stellungnahme als "Frechheit" bezeichnet.

Quelle: RP
 
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