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Meerbusch
120 Fenster erstrahlen wieder

Meerbusch: 120 Fenster erstrahlen wieder
Pfarrerin Birgit Schniewind vor den restaurierten Kirchenfenstern. "Wir sind sowohl zeitlich als auch kostenmäßig im Plan", sagt sie stolz. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Die Glasfenster in der evangelischen Kirche Osterath sind saniert. 250.000 Euro haben die Arbeiten gekostet, 30.000 Euro sind über Spenden eingegangen. Am Sonntag wird gefeiert. Von Sebastian Peters

Es ist ein ambitioniertes Vorhaben: 60.000 Euro wollte die evangelische Gemeinde in Osterath für die Sanierung ihrer 120 Kirchenfenster einsammeln. Eine stolze Summe von 30.000 Euro Spendengeldern hat die Gemeinde erreicht. Die bleiverglasten Kirchenfenster sind mittlerweile saniert - die Spendenaktion läuft aber weiter. "Wir freuen uns weiterhin über jede finanzielle Unterstützung", sagt Pfarrerin Birgit Schniewind. Allein seit Mai waren 17.000 Euro Spenden eingesammelt worden. 190.000 Euro sind aus Gemeinderücklagen finanziert worden.

Die früher in Betonfensterrahmen eingefassten Kirchenfenster stammen aus dem Jahr 1959. Im Jahr 1960 wurde die Kirche eingeweiht, teils aus Resten anderer Bauwerke - sie war damals so teuer wie drei Reihenhäuser, hatte aber eine entsprechend schlechte Bausubstanz. Anfang 2000 wurde die Kirche grundsaniert. In den vergangenen Jahren sind insbesondere die Glasfenster von Umwelteinflüssen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wenn es regnete, drang durch die Fenster Wasser in die Kirche ein. Eine schnelle Sanierung wurde immer nötiger. Die Fachfirma Jürgens aus Meerbusch hat die Fenster unter der fachmännischen Anleitung von Architektin May Lin Stollbrink aus Meerbusch durch eine Metallkonstruktion ersetzt. Die Fenster wurden fachmännisch gereinigt, beschädigte Fenster wurden ersetzt. Die Glasarbeiten wurden durch die Firma Butzen aus Mönchengladbach ausgeführt.

Im Mai war die Kirche geschlossen worden. Für die 3200 Seelen zählende Gemeinde bedeutet die Sanierung zunächst Einschränkungen: ersatzweise wurde im Gemeinderaum Gottesdienst gefeiert. "Unsere Kirchenfester erstrahlen wieder. Gleichzeitig genügen sie nun den energetischen Anforderungen", sagt Birgit Schniewind. "Wir sind sowohl zeitlich als auch kostenmäßig im Plan. Deshalb können wir am Sonntag unsere Kirche wieder in Betrieb nehmen."

Quelle: RP
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