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Meerbusch
1500 Zuschauer bei Länderspiel in Büderich

Meerbusch: 1500 Zuschauer bei Länderspiel in Büderich
Angeführt vom Schiedsrichtergespann betraten die Mannschaften am Abend das Stadion Am Eisenbrand. FOTO: Falk Janning
Meerbusch. 3:2 siegte die deutsche U16-Nationalmannschaft gestern gegen Italien. Promis und internationale Scouts waren dabei. Von Falk Janning

Ein rauschendes Fußballfest hat der FC Büderich gestern Nachmittag gemeinsam mit 1500 Fans mit dem U16-Länderspiel zwischen Deutschland und Italien im Stadion Am Eisenbrand gefeiert. Die Besucher brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn die große Fußballbühne hatte einiges zu bieten. Die Fans - darunter viele Kinder - erlebten auf der Sportanlage eine Stimmung und Atmosphäre wie bei einem Länderspiel der Großen: Die jugendlichen Nationalspieler liefen mit den Büdericher F-Jugend-Kickern als Einlaufkinder und zu der DFB-Hymne auf den Platz. Und vor dem Anpfiff wurden selbstverständlich auch die Nationalhymnen beider Nationen gespielt.

Der Deutsche Fußballbund als Ausrichter konnte sich auf den FCB verlassen, der mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern in wochenlanger Arbeit alles perfekt vorbereitet hatte. So sorgten die Jungen der C2-Jugend von Trainer Stefan Dobrosch für die übliche Zeremonie am Mittelkreis: Dort wurde vor der Partie wie beim Erwachsenen-Länderspiel das große DFB-Symbol ausgebreitet und gedreht. Auch die Kinder mit den Nationalflaggen der beiden Teams hatten ihren Auftritt: Die Spieler der U15 des FCB um die Coaches Oliver Kraus und Frank Göbels trugen sie aufs Spielfeld.

Auch das Drumherum war komplett anders als bei einem Kreisliga-A-Spiel des FCB. 43 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, die ansonsten bei den Heimspielen von Bayer Leverkusen in der Bundesliga im Einsatz sind, sorgten am Einlass und rund um das Gelände für geordnete Verhältnisse. Star im Stadion war schon vor dem Anpfiff "Paule", Maskottchen und Glücksbringer der Nationalmannschaft. Der Adler mit schwarzem Federkleid, gelbem Schnabel und der Nummer 10 auf dem Rücken drückte jedem Besucher als Geschenk einen Wimpel des Deutschen Fußballbundes in die Hand und ließ sich mit den jungen Zuschauern fotografieren. Schließlich lief er mit der Mannschaft auf den Rasen.

Das Klubhaus des FCB war diesmal für "Normalos" nicht zugänglich. Das beanspruchte der Fußballbund als VIP-Raum für 150 geladene Gäste - darunter Scouts unter anderem vom FC Bayern, Juventus Turin, Manchester United und Real Madrid sowie für die Delegationen beider Länder und DFB-Vize-Präsident Peter Frymuth. Auch Ex-Fortuna-Coach Oliver Reck war dabei. Der Promiauflauf zeigt die Wertigkeit des Spiels mit den Fußballstars von morgen.

Ein ganz besonderes Ereignis war die Partie für die vielen Kinder im Stadion. Eine ganze Reihe von Jugendteams waren mit ihren Trainern und Betreuern gekommen, um Länderspielatmosphäre zu schnuppern. So zum Beispiel die B- und F-Jugend des SSV Strümp um Trainer Daniel Adam. Aber auch von weiter her waren die Fans der Nationalmannschaft nach Büderich gereist. Die Minis des Hagener Vereins SuS Volmarstein waren ebenfalls dabei. Für viele der fußballbegeisterten Kinder war es das erste Mal, dass sie ein Stadion besuchten und ein Fußballspiel des DFB live sahen. Einige der Jungen und Mädchen waren als Fans gut ausgerüstet, hatten Deutschland--Trikots und -Fahnen mitgebracht.

Große Augen machten sie, als der imposante Mannschaftsbus mit dem großen DFB-Logo vorfuhr und die jugendlichen Nationalspieler und Trainer Christian Wück herauskletterten. Sie hatten im Tulip Inn an der Esprit-Arena in Düsseldorf übernachtet und im Sportpark trainiert.

Auch der pünktlich zu Beginn der zweiten Halbzeit einsetzende heftige Gewitterregen konnte die Feststimmung unter den Fußballfans in Meerbusch nicht trüben, schließlich durften die Besucher auf den Stehplätzen alle unter dem Dach der Sitzplatztribüne Platz nehmen und erlebten von dort eine spektakuläre zweite Spielhälfte und einen 3:2-Erfolg Deutschlands.

Nach Spielschluss belagerten sie - trotz des Regens - die Kabine der Stars, in der Hoffnung auf Autogramme.

Quelle: RP
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