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Meerbusch
21 Firmeninsolvenzen bis Jahresende

Meerbusch. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform Düsseldorf/Neuss hat aktuelle Zahlen vorgelegt.

Auf niedrigem Niveau pendelt sich die Zahl der Insolvenzen ein: Für Ende 2017 werden für Meerbusch 21 Firmen-Insolvenzen prognostiziert, genauso viel wie Ende 2016. Das geht aus den aktuellen Zahlen von Creditreform Düsseldorf/Neuss hervor. Die Konunkturforscher legten gestern die Zahlen fürs erste Halbjahr 2017 sowie ihre Prognosen bis zum Jahresende vor.

Daraus geht hervor, dass der Entwicklungstrend der regionalen Unternehmensinsolvenzen sich im ersten Halbjahr 2017 deutlich positiv zeige, so die Mitteilung. Die Zahl der Firmenkonkurse habe sowohl in der Stadt Düsseldorf als auch im Rhein-Kreis Neuss in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar abgenommen. Angesichts der guten Konjunkturlage könne für den gesamten Jahresverlauf 2017 nochmals von einem merklichen Rückgang der Firmenpleiten in der Region ausgegangen werden, sagt Rainer Bovelet, Wissenschaftlicher Leiter der regionalen Konjunkturforschung bei Creditreform. Allerdings sei angesichts der geopolitischen Rahmenbedingungen (unter anderem durch die protektionistischen Tendenzen in den USA, die Folgewirkungen des Brexit und durch die Krisen in Syrien und Türkei) eine Negativentwicklung in Bund und Region nicht auszuschließen.

In Meerbusch meldeten im ersten Halbjahr 13 Firmen Insolvenz an, im zweiten Halbjahr bereits acht. Das Jahr mit den meisten Insolvenzen war 2013: 46 Firmen hatten damals aufgegeben. Ebenfalls viel mit 41 Insolvenzen wurden 2011 verzeichnet, 38 waren es im Jahr 2010. 2012 war ein "normales Jahr mit 25 Insolvenzen. Im Schnitt melden kleinere Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitern die Insolvenz an, so Creditreform in der Statistik.

Aus welcher Branche diese Firmenpleiten stammen, können die Creditreform-Experten aber auch in diesem Jahr nicht sagen. "Das ist uns für diesen kleinen geografischen Raum nicht bekannt", so der Konjunktur-Experte Rainer Bovelet. Er weiß mit Blick auf die Zahlen aber: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen einem generell guten Geschäftsklima und den Insolvenzmeldungen." Und weil eben die Konjunkturlage zurzeit so gut sei - vor allem im Kreis Neuss - melden eben auch wenige Unternehmenschefs, Gastronomen oder Laden-Inhaber das Ende ihrer Firma.

(ak)
 
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