| 00.00 Uhr

Meerbusch
270 Läufer am Start in Bösinghoven

Meerbusch: 270 Läufer am Start in Bösinghoven
Kurz vor dem Startschuss des Zehn-Kilometer-Laufs. Mit der Startnummer 440 läuft Phillip Schulpen, der in jedem Jahr dabei ist und diesmal Vierter wurde. Zuvor war er beim Fünf-Kilometer-Lauf dabei gewesen und Erster geworden. FOTO: Falk Janning
Meerbusch. Der TSV Meerbusch richtete in Bösinghoven zum 33. Mal den Sommerlauf aus. Den Zehn-Kilometer-Lauf gewannen mit großem Vorsprung Habtom Tedros und bei den Frauen Sandra Peters. Von Falk Janning

Es ist dieses so herrlich unaufgeregte Ambiente, das viele Läufer alljährlich anzieht, diese Mischung aus Sport und familiärer Atmosphäre. So auch Willi Schulze vom Ski-Club Düsseldorf. Der 81-Jährige ist großer Fan des Sommerlaufs des TSV Meerbusch und rannte am Wochenende bereits zum 18. Mal mit. Der Düsseldorfer kam nach 38:15 Minuten als Letzter des Fünf-Kilometer-Laufs ins Ziel. Doch der Beifall der Zuschauer auf dem Sportplatz am Windmühlenweg war dem mit Abstand ältesten Teilnehmer der Veranstaltung sicher.

270 Männer, Frauen und Kinder waren auf dem Sportplatz am Windmühlenweg dabei. Sechs verschiedene Wettbewerbe gab es bei der Traditionsveranstaltung. Höhepunkt war dabei das Rennen über die Zehn-Kilometer-Distanz, das Habtom Tedros (TG Neuss) mit Leichtigkeit in 34:08 Minuten gewann. Der talentierte 19-jährige Eritreer, der vor drei Jahren als Flüchtling gekommen war, hatte im Ziel exakt dreieinhalb Minuten Vorsprung vor dem vereinslosen Zweitplatzierten Jörn Sindern (37:38 Minuten). Tedros Bestzeit liegt bei 32:57 Minuten. "Die erreiche ich derzeit nicht, weil ich zu trainingsfaul bin", sagt er. Als Dritter lief Tedros Landsmann Guesuhohne Hagos nach 37:42 Minuten durch das Ziel. Vierter wurde mit dem vereinslosen Phillip Schulpen ein weiterer Stammgast. Der Kaiserswerther lässt sich die Rennen seit Jahren nicht entgehen und nahm auch diesmal an zwei Läufen teil. Zunächst absolvierte der 30-Jährige den Fünf-Kilometer-Lauf, den er in 17:44 Minuten vor Marko Krause vom TSV Meerbusch (17:46) gewann. Dann blieb er über zehn Kilometer mit 39:11 Minuten trotz der Strapazen nur zwei Minuten unter seiner Bestzeit von 37:17 Minuten.

Beste Läuferin bei den Damen wurde Lokalmatadorin Sandra Peters (TSV Meerbusch), die mit dem Vorsatz an den Start ging, ihre im Winter aufgestellte Bestzeit von 42:30 Minuten zu knacken. Im Ziel blieb die Uhr dann bei 43:24 Minuten stehen. "Es war heute dann doch zu schwül für einen persönlichen Rekord", so die 48-jährige Leiterin des TSV-Running-Teams. Beim Walking-Wettbewerb über fünf Kilometer landete kein Meerbuscher auf den vorderen Plätzen, Sieger wurde Ralph Finken (29:15 Minuten, Mönchengladbach) vor Peter Bürgel (32:00 Minuten, Neukirchen-Vluyn) und Ronald Peter (32:13 Minuten, Wuppertal. Bester Meerbuscher wurde Ruth Kessel (35:25 Minuten, TV Osterath) auf Rang sieben.

Besonders aufgeregt waren vor ihrem Auftritt die Jungen und Mädchen, die unter den Jubelrufen vom Streckenrand beim Bambinilauf über 300 Meter mitmachten und zum ersten Mal bei dem Traditionslauf dabei waren. Die jüngsten Teilnehmer waren zwei Jahren alt, die ältesten sieben. Einen Pokal für den ersten Platz bekam Alex Bexiga (Blau-Weiß Niederkrüchten). Medaillen für Platz zwei und drei nahmen Al Buchmüller-Polanco (ohne Verein) und Jacob Baumann (TSV Meerbusch) aus der Hand des Vereinsvorsitzenden Johannes Peters entgegen.

Knapp an einem Podiumsplatz vorbei lief Henry Dahmen, der wie eine ganze Reihe von Jungen und Mädchen für die Kindertagesstätte Tabaluga antrat. Die schnellsten beim 1000-Meter-Lauf für Schüler zwischen acht und 15 Jahren waren Jan Czarnietzki (3:51 Minuten, Novesia Neuss) und Maja Fischer (3:55 Minuten, Marathon Krefeld). Beim Rennen über 2500 Meter gewann Max Friesel (11:15 Minuten, Bayer 05 Uerdingen) vor Lennart Dahmen (12:09 Minuten, TSV Meerbusch).

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: 270 Läufer am Start in Bösinghoven


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.