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Meerbusch
50 Jahre Martinstraße: Nachbarn feiern ihr Jubiläum

Meerbusch: 50 Jahre Martinstraße: Nachbarn feiern ihr Jubiläum
Eine eingeschworene Gemeinschaft: Die Nachbarschaft der Martinusstraße in Langst-Kierst feiert heute nicht nur das Bestehen der Straße seit 50 Jahren - sondern auch den Zusammenhalt der Anwohner. FOTO: mgö
Meerbusch. Dort, wo sich heute Haus an Haus und Garten an Garten reihen, bot sich bis 1965 ein komplett ländliches Bild. Dort ließ Bauer Peter Breuers auf einer großen Streuobstwiese seine Kühe weiden und erst nach der Aufgabe seines Hofes in Langst-Kierst verkaufte er das gesamte Areal an einen Investor aus Wittlaer. Dieser ließ es parzellieren, musste allerdings parallel zum Verkauf der einzelnen Parzellen die Auflagen der damaligen Gemeinde Lank und des Bauamts des Kreises Kempen-Krefeld erfüllen. "Er war verpflichtet, eine Anliegerstraße zu bauen, einschließlich Erschließung. Danach folgte die Abtretung an die Gemeinde Lank", berichtet Wilhelm Maas.

Der 83-Jährige ist über die Vergangenheit der Martinstraße, die jetzt 50. Geburtstag feiert, bestens informiert. Er ist seit Beginn an Anwohner der Jubiläumsstraße und weiß auch, dass sie die erste Straße in Langst-Kierst war, die im März 1967 seitens des Bürgermeisters Münker und der Ratsmitglieder einen Namen bekam. Sein Interesse hat einen guten Grund. Denn Wilhelm Maas und seine Frau Ursula mit den damals drei- und sechsjährigen Töchtern Ulrike und Heidrun 1967 waren die ersten Bewohner der Martinstraße: "Der Rest wurde nach und nach bebaut."

Die Senioren wohnen noch heute in dem Haus, haben viele alters- und generationsbedingte Wechsel der Bewohner erlebt und können sich erinnern, dass es Zeiten gab, in denen in der Martinstraße mehr als 40 Kinder ihr Zuhause hatten. "Wir haben hier glückliche Zeiten verlebt, auch unsere Goldhochzeit gefeiert", erzählen Ursula und Wilhelm Maas, die in diesem Jahr zweimal Urgroßeltern geworden sind. Die Eheleute kamen aus Moers in den Meerbuscher Stadtteilt und sind nach eigener Aussage "Niederrheiner durch und durch".

So wundert es nicht, dass sie sich auf das Jubiläums-Nachbarschaftsfest am Samstag freuen. Dort geht es mit einer gemeinsamen Kaffeetafel los. "Wir haben besprochen, wer welchen Kuchen backt", erzählt Inge Grosse, die mit ihrer Familie seit 1969 ebenfalls an der Martinstraße wohnt. Sie und ihr Mann waren auch an der Organisation der bisherigen sieben Straßenfeste beteiligt. An Erfahrung fehlt es deshalb nicht und so wird die Martinstraße am Samstag für den Autoverkehr gesperrt. Zum Ausklang des Festes wird gegrillt und danach geht's für viele Besucher zum Schützenfest. Schließlich erinnert die geschmückte Martinstraße an den Höhepunkt des Schützenjahres der St. Martinus-Bruderschaft Langst-Kierst.

(mgö)
 
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