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Meerbusch
850 Jahre Kloster Meer: Ein Stück Meerbuscher Geschichte

Meerbusch. Nur wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung drängten sich bereits die ersten Besucher der Ausstellung "850 Jahre Kloster" im Alten Küsterhaus. Und sahen eine informative Reise in die Vergangenheit der eigenen Heimat. Denn die Gründung des Klosters Haus Meer gilt als Fundament auch für die Stadt Meerbusch. Die ist zwar offiziell erst 1970 entstanden, ihre Ursprünge aber sind mehr als 2000 Jahre alt. Das machte gestern zur Ausstellungseröffnung Stadtarchivar Michael Regenbrecht noch einmal klar. Er hat mitsamt seinem Team sowie Geschichts- und Denkmalexperten die Ausstellung, die nun für vier Wochen zu sehen ist, monatelang vorbereitet. Die Dokumentation auf zwei Etagen wolle zum einen Grundinformationen über das Klosterleben liefern, zum anderen aber auch über die Säkularisation und die archäologische Komponente informieren - "und darüber, wie die Kommunalpolitik mit dem Grundstück seit Jahrzehnten umgegangen ist". Darüber hinaus soll die Ausstellung deutlich machen, dass das Kloster Arbeitsplatz, Armutsfürsorge, aber auch eine Krediteinrichtung und Bauherr für Schulen im 16. Jahrhundert gewesen sei. Dass das Kloster identitätsstiftend für Meerbusch sei, sollte unbedingt bei der künftigen Entwicklung des Geländes beachtet werden, so der Archivar. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage erinnerte noch einmal an das komplette Jubiläumsjahr zu 850 Jahre Kloster Meer mit Schulprojekten, Theatervorstellungen oder Vorträgen. "Diese Ausstellung ist nun ein weiterer Höhepunkt." Sie mache klar, wie eng die Geschichte des Geländes mit der heutigen Stadt verknüpft sei. Ohne Kloster Meer und die dadurch erfolgten Impulse für eine frühe Besiedlung gäbe es die Stadt Meerbusch nicht, so die Bürgermeisterin. Den Kauf des Areals durch den Unternehmer Peter Soliman bezeichnete sie als "Glücksfall", der große Chance biete, das Gelände zu entwickeln - und vor allem den Verfall zu stoppen. Von Anke Kronemeyer

Peter Soliman als neuer Besitzer von Haus Meer machte noch einmal klar, dass er langfristig das Gelände öffentlich zugänglich machen wolle und sich über alle Anregungen zur Gestaltung freue. Aber auch über Spenden: Denn irgendwann müsse sich sein Invest wirtschaftlich auszahlen, so der Unternehmer. Er hofft, dass das über einen Mix aus Mitteln des Fördervereins, Spenden und öffentlichem Zuschuss klappt.

Ausstellung Altes Küsterhaus, Düsseldorfer Straße 6, Büderich, geöffnet dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr; kostenlose Führungen können unter Telefon 02132 916358 oder per E-Mail an archiv@meerbusch.de vereinbart werden

Quelle: RP
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