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Meerbusch
89 von 439 Flüchtlingen in Meerbusch aus Syrien

Meerbusch. Zahlreiche in städtischen Meerbuscher Einrichtungen lebende Flüchtlinge haben eine nur geringe Chance auf Anerkennung als Asylbewerber. Dies geht aus einer Auflistung hervor, die Dezernent Frank Maatz für den Sozialausschuss (Mittwoch, 17 Uhr, Dr.-Franz-Schütz-Platz 1) vorlegt.

Eine nahezu 100-prozentige Schutzquote haben nur die Länder Syrien, Irak und Eritrea (Quelle: Pro Asyl) - von den 439 in städtischen Einrichtungen lebenden Flüchtlingen kommen aber nur 89 aus Syrien, 14 aus dem Irak und 14 aus Eritrea. Große Chance auf Anerkennung haben auch Afghanen (29 in Meerbusch) und Iraner (11).

Zahlreiche Flüchtlinge, die in städtischen Einrichtungen untergebracht sind, kommen hingegen aus Balkanländern wie Serbien (37), Kosovo (23), Mazedonien (22) und Albanien (27). Weitere Herkunftsländer sind etwa Guinea (21) oder Indien (6). Zusätzlich werden in den beiden Notunterkünften in städtischen Turnhallen, die vom Land betrieben werden, Flüchtlinge beherbergt. Im Meerbusch-Gymnasium leben 18 Flüchtlinge, im Mataré-Gymnasium 169.

Eine große Herausforderung stellen t für die Stadt auch die Unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMAS) dar, die hohen Betreuungsaufwand erfordern. Laut aktueller Aufnahmequote muss die Stadt mit der Zuweisung von 39 unbegleiteten minderjährigen Ausländern rechnen. Aktuell werden laut Bericht vom Jugendamt der Stadt 33 minderjährige Ausländer betreut, 26 befinden sich noch im Rahmen der Inobhutnahme, 15 leben aktuell in den Mobilheimen an der Notunterkunft am Mataré-Gymnasium.

Im Rahmen der Inobhutnahme erhalten sie laut neuem Bericht pädagogische Betreuung und ein sogenanntes Clearing, um weiteren Hilfebedarf festzustellen. Künftig sollen etwa acht minderjährige Flüchtlinge auch in der ehemaligen Radiowerkstatt (Fröbelstraße) untergebracht werden.

(sep)
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