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Meerbusch
A44-Gewerbegebiet - "nichts beschlossen"

Meerbusch: A44-Gewerbegebiet - "nichts beschlossen"
Diese Karte zeigt die Planung des Interkommunalen Gewerbegebiets, das an der A 44 entstehen soll. Der kleine tiefblaue Zipfel nordwestlich soll der Logistikbereich sein. FOTO: Drees & Sommer
Meerbusch. Meerbuscher Teilnehmer des Gipfels mit Krefeld betonen, dass über das Gewerbegebiet öffentlich entschieden wird. Von Sebastian Peters

Nach dem Gipfeltreffen von Meerbuscher und Krefelder Politikern im Krefelder Rathaus zum Interkommunalen Gewerbegebiet an der A 44 haben die Meerbuscher Teilnehmer der Runde jetzt betont, dass es noch keine finalen Beschlüsse über die Ausgestaltung des Gewerbegebietes gebe. Im Meerbuscher Planungsausschuss würde über alle Details noch ausgiebig und öffentlich diskutiert, betonten die Politiker. Es sei eine "offene Gesprächsrunde" gewesen, sagte SPD-Fraktionschefin Nicole Niederdellmann-Siemes.

Das Gipfeltreffen hatte schon im Vorfeld für Wirbel gesorgt: Die Fraktion der Unabhängigen Wähler (UWG) im Meerbuscher Rat hatte die Teilnahme an dem Gipfeltreffen mit Verweis darauf verweigert, dass eine öffentliche Ausschusssitzung transparenter sei. Am Rande der Ratssitzung am Donnerstag verteidigte Bürgermeisterin Mielke-Westerlage erneut die Entscheidung, sich mit den Krefelder Politikern zusammenzusetzen. Es sei wichtig, bei einem Projekt dieser Dimension die Politiker beider Städte an einen Tisch zu bringen.

Die Teilnehmer des Gipfels haben Vertraulichkeit über die Inhalte des Treffens vereinbart. Entsprechend zurückhaltend äußerten sich die Meerbuscher Politiker auch am Donnerstagabend im Rat.

Unsere Redaktion hatte unter Berufung auf einen Teilnehmer der Runde von dem Treffen berichtet und unter anderem erfahren, dass man sich bei der Frage der Logistikansiedlungen in dem Gewerbegebiet einig gewesen sei. Lediglich in einem kleinen Teilstück solle demnach Logistik angesiedelt werden. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) betonte, dass dies auch in den aktuellen öffentlich einsehbaren Planungen des Büros "Drees & Sommer" für das A44-Gewerbegebiet so notiert sei, die Politik also nur gegenwärtige Planung aufnehme. Sie erläuterte zudem, dass die Stadt Meerbusch noch eine Expertise über die Ausgestaltung der neuen Gesellschaft, die mit Krefeld für das Gewerbegebiet gegründet werden soll, einholen wolle. "Meerbusch will die Rechtsform prüfen lassen, diese Diskussion ist noch offen", sagte Mielke-Westerlage.

Zur Sprache kam bei dem Treffen auch das Thema Südanbindung des Krefelder Hafens, wie FDP-Fraktionschef Klaus Rettig betonte. CDU-Fraktionschef Werner Damblon und Stadtchefin Angelike Mielke-Westerlage hätten beide in dem Gespräch noch einmal betont, dass Meerbusch gegen diese Anbindung des Krefelder Hafens an die Autobahn 57 durch Meerbuscher Gebiet ist.

Quelle: RP
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