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Meerbusch
A57-Ausbau: Sorgen wegen Lärmbelastung

Meerbusch. Ein Tempolimit wäre aber wohl auch keine Lösung, wurde jetzt im Planungsausschuss deutlich

Der geplante sechsstreifige Ausbau der Autobahn 57 zwischen dem Autobahnkreuz Meerbusch und der Ausfahrt Krefeld-Oppum sorgt insbesondere bei den Menschen in Bösinghoven für Ängste vor einer größeren Lärmbelastung. Viele wohnten jetzt der Sitzung des Planungsausschusses bei. In Bösinghoven schützt eine auf einem Wall stehende Lärmschutzwand schon heute die Bewohner vor dem Verkehrslärm. Athanasios Mpasios, Leiter der zuständigen Projektgruppe stellte die Ausbauplanung auf dem 2,3 Kilometer langen Stück vor - und musste sich von den Politikern viele Fragen gefallen lassen. Er räumte ein, dass die künftig großenteils neun Meter hohen Lärmschutzwände nicht verhindern, dass in 24 Wohnhäusern nachts Lärmgrenzwerte um ein bis drei Dezibel überschritten werden, der Bund deshalb den Eigentümern passiven Lärmschutz bezahlen wird. "Das ist nicht im Sinn der Sache, dass die Leute in künstliche Be- und Entlüftung gedrängt werden", kritisierte Günther Focken (SPD) und prophezeite: "Das Ding knallt Ihnen beim Erörterungstermin um die Ohren." Joachim Quass (Grüne): "Wenn es zu Grenzwertüberschreitungen kommt, dann liegt es ja nahe, die Geschwindigkeit zu reduzieren." Mpasios erklärte, dass das kontraproduktiv sein könnte: "Die Geschwindigkeit ist Thema der Planfeststellung. Wir rechnen mit Tempo 130. Wird das reduziert, könnte es passieren, dass auch die Höhe der Lärmschutzwände verringert wird."

Bürger können bis 26. Juni gegen die Ausbaupläne Einwendungen erheben. Die Pläne liegen im Bürgerhaus Lank, Wittenberger Straße 21, aus.

(mrö)
 
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