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Serie Mein Garten
Abwechslungsreiche Küche dank eigenem Gemüseanbau

Serie Mein Garten: Abwechslungsreiche Küche dank eigenem Gemüseanbau
Der Hobby-Gärtner Herbert Danes hat 1300 Quadratmeter Gartenfläche - ein Drittel davon ist Nutzgarten. Aber selbst das reiche manchmal nicht aus, da er so gern experimentiere, sagt er. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Herbert Danes baut in seinem Nutzgarten jede Menge Obst und Gemüse an. Seine Frau zaubert daraus die unterschiedlichsten Gerichte Von Monika Götz

Aus rund ein Viertel der Gartenfläche von 1300 Quadratmetern hat Herbert Danes einen Nutzgarten gemacht. Trotzdem sagt er: "Manchmal reicht das nicht." Denn den Hobbygärtner reizt es immer wieder, neue Pflanzenarten anzusiedeln. Er zieht sie aus Saatkörnern groß und erntet auch Kiwis, Feigen oder Datteln.

Auch Seerosen gibt im Garten von Herbert Danes zu bewundern. FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)

Die neueste Errungenschaft sind zwei Baumwollpflanzen, die bisher noch abwartend im Wintergarten stehen. Auch sie wurden aus Samen angesetzt und jetzt wartet Herbert Danes darauf, dass die ersten an Watte erinnernden Büschel wachsen. "Das ist ein Versuch", sagt er und lacht.

Wo und wann auch Gurken, Möhren, Paprika, Knoblauch, Erbsen, Bohnen, Zucchini, Wirsing oder Kartoffeln am besten gedeihen, hat er bereits in seiner Jugend gelernt. Die in Duisburg lebende zehnköpfige Familie hat einen 4000 Quadratmeter großen Acker bearbeitet: "Nach dem Krieg haben wir von der Ernte gelebt und einen Teil davon verkauft."

Die Gemüse- und Obstsorten, die er heute in dem Garten in Osterath erntet, werden auch komplett verwertet. Seine Frau bereitet aus den frischen Produkten immer wieder andere Gerichte zu und der Hobby-Gärtner verarbeitet den Überschuss zu Marmelade oder Gelee, friert die Obst- und Gemüsefrüchte ein oder macht sie in Weckgläsern haltbar: "Ich experimentiere gern." Und Herbert Danes betont: "Ich bin kein Wegwerfer." Selbst für den kleinsten Pflanzenableger findet er in irgendeiner Gartenecke einen Platz und der Rasenschnitt kommt als Mulch zwischen die Rosen oder Rhododendron: "Die Vögel verteilen das dann."

Auch im Teich, den der pensionierte Finanzmanager vor fünf Jahren angelegt hat, herrscht ein gutes Klima. Die Fische vermehren sich rasant und auch die Seerosen gedeihen prächtig: "Einmal im Jahr muss ich in das Wasser, um welke Blätter zu entsorgen."

Drumherum blühen einträchtig Lavendel, Hortensien, Rosen und Margeriten. Im Treibhaus wachsen italienische Tomatensorten, Salatgurken und Kräuter, die im Herbst im Kachelofen getrocknet werden. Neben Kirschen, Äpfeln oder Pflaumen erntet Herbert Danes auch Mirabellen oder Reineclauden. Und aus den Weintrauben, einer mehltau-freien Sorte, hat er im vergangenen Jahr fünf Liter Saft gewonnen.

Gift gegen Krankheiten oder Ungeziefer setzt der Hobby-Gärtner grundsätzlich nicht ein. Er geht mit Mitteln aus der Natur dagegen an, setzt um den Pfirsichbaum herum Meerrettich-Pflanzen gegen die Kräuselkrankheit und pflanzt um den idyllischen Sitzplatz mitten im Garten Pfefferminz-Stauden: "Der Geruch schreckt nämlich die Mücken ab."

Ans Verreisen denken die Danes im Sommer nie: "Im Herbst oder Winter geht's ab und zu in interessante Städte."

Quelle: RP
 
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