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Meerbusch
Adams schrammt knapp an Meistertitel vorbei

Meerbusch. Reinhilde Adams ist bei den 63. Nationalen Deutschen Tennis-Meisterschaften der Seniorinnen in Bad Neuenahr-Ahrweiler nur knapp am Titel vorbeigeschrammt.

Im Finale der Damen-65-Konkurrenz unterlag die Lank-Latumerin Susanne Schweda nach hartem Kampf mit 6:1, 5:7, und 3:6. Lange Zeit sah es so aus, als würde Adams das Endspiel für sich entscheiden. Nach nicht einmal 35 Minuten hatte sie den ersten Satz klar mit 6:1 für sich entschieden. Auch im zweiten Durchgang gab sie weiter den Ton an und erspielte sich beim Stand von 5:4 gleich vier Matchbälle, die sie jedoch allesamt nicht nutzen konnte. So glich Schweda zum 5:5 aus und wendete das Blatt im Anschluss zu ihren Gunsten. "Am Anfang habe ich mich natürlich geärgert, weil ich so dicht vor dem Titel stand. Aber meine Gegnerin hatte einfach die besseren Nerven, das muss man auch anerkennen", sagte Adams am Ende.

Die 64-Jährige war als Nummer drei der Setzliste in das Turnier gestartet. Nach einem Freilos zum Auftakt fegte sie in der zweiten Runde Heidi Müller (TC RW Sindorf) glatt mit 6:0, 6:0 vom Platz. Im Achtelfinale musste die Meerbuscherin sich mächtig strecken, um Elisabeth Weyel-Albrecht mit 6:4, 4:6 und 6:4 zu bezwingen. Deutlich weniger Mühe hatte Adams im Viertelfinale, in dem sie die an Position fünf gesetzt Irene Smutny (Bonner SC) mit 6:4 und 6:2 ausschaltete. Im Halbfinale traf die 65-Jährige dann auf die Top-Favoritin und Nummer eins der Weltrangliste bei den Damen 65, Heidi Eisterlehner (TC Waldau). Die beiden langjährigen Rivalinnen schenkten sich nichts. Adams entschied den ersten Satz mit 7:5 für sich, musste sich im zweiten Durchgang im Tie-Break geschlagen geben, ehe ihre Kontrahentin im dritten Satz beim Stand von 2:0 für Adams verletzt aufgeben musste. Doch die Krönung mit dem Titel blieb der Lank-Latumerin im Endspiel verwehrt. "Alles in allem habe ich ein sehr gutes Turnier gespielt, deshalb hält sich meine Enttäuschung über die knappe Niederlage im Finale auch in Grenzen", sagt Adams.

Deutlich größer ist ihre Enttäuschung, dass sie nicht wie geplant an der Mannschafts-Tennis-WM für Seniorinnen teilnehmen kann. Sie war vom Deutschen Tennis-Bund (DTB) gemeinsam mit Schweda für den Wettbewerb nominiert worden, der im Oktober in der Türkei stattfinden sollte. Doch wegen der politischen Lage wurde das Turnier an einen anderen Ort im September verlegt - und so kurzfristig bekam Adams von ihrem Arbeitsgeber keinen Urlaub genehmigt. "Es tut sehr weh, dass ich Deutschland nun doch nicht vertreten kann,, so Adams.

Bei diesen Tennismeisterschaften gab es auch im Mixed 60 einen guten 3. Platz für den Ilvericher Hans Wilhelm Schatz, der für Blau-Weiß Krefeld spielt, und Chrismie Fehrmann, TC Rheinstadion Düsseldorf. Im Viertelfinale gewannen sie nach hartem Kampf in drei Sätzen gegen Gorski/Gorski (St. Mauritz Münster) mi 6:7, 6:0, 6:3. Im Halbfinale trafen sie auf die Favoriten Dagmar Hellwegen (TC Eimsbüttel)/Söhnke Klang (TC Lütjenburg). Die Favoriten setzten sich klar mit 6:1; 6:0 durch.

(cba)
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