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Meerbusch
Adler Nierst: Trainer Willi Conrads tritt zurück

Meerbusch. Willi Conrads will nicht mehr. Zumindest nicht in Nierst. "Ich bin sehr enttäuscht von der Mannschaft", sagt der Fußballtrainer. Frustriert hat der 62-Jährige deshalb jetzt sein Amt zur Verfügung gestellt und ein Engagement beim SV Glehn angenommen. "Dort muss ich mir nur noch Gedanken um Mannschaft und Fußball machen, in Nierst hatte ich mich dagegen um alles kümmern müssen." Sechs Jahre war Conrads Coach in der Freien Herrlichkeit - allerdings mit Unterbrechungen. Zuletzt hatte er für zweieinhalb Jahre die sportliche Verantwortung bei den Schwarz-Weißen, führte die Truppe von der Kreisliga C in die Kreisliga B und schaffte in diesem Jahr mit Ach und Krach den Klassenerhalt. Er sieht seine Mission damit als erfüllt an. Wichtig ist ihm zu betonen, dass er Sympathie für den Klub hege, mit dem Vorstand gut klargekommen sei, Groll ausschließlich gegen die undisziplinierte Kickerschaft hege. Von Falk Janning

Derzeit ist der Verein auf der Suche nach einem Nachfolger für Conrads. Er hat auch schon Kontakt zu Kandidaten aufgenommen. "Wir stecken mitten in den Gesprächen und brauchen noch ein paar Tage, bis wir Vollzug melden können", sagt Vereinsvorsitzender Bernd Wolters.

Leicht wird es für den neuen Coach nicht. Die vergangene Saison war mit dem Klassenkampf bis zum letzten Spieltag schon, die bevorstehende wird kein bisschen einfacher, zumal es einige Abgänge gibt. Als Drittletzte hatten sich die Nierster gerade noch so eben retten können, und das auch nur, weil dem Konkurrenten VfB Uerdingen II wegen des Einsatzes von nicht spielberechtigen Akteuren neun Punkte am Grünen Tisch abgezogen wurden. So ging der FC Adler mit zwei Zählern Vorsprung über die Ziellinie.

Nierst hatte vor der vergangenen Saison Stefan Neukirchen, Christian Müller, Sebastian Janßen und Tobias Pühl verloren, die ihren Abschied aus der Meistermannschaft bekanntgaben. Neu hinzu kamen lediglich Daniel Lucic, Philip Nowak und Koray Kanediz (SV Bockum), während der Winterpause schlossen sich noch Soumanou Marou (FC Hellas) und Burak Degirmenci (KTSV Preussen) der Elf an. In der Hinrunde holte sie lediglich zwölf Zähler, in der Rückrunde mit 13 auch nicht entscheidend mehr.

Quelle: RP
 
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