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Meerbusch
"Als Erstes kommen Spaß und Teamgeist"

Meerbusch: "Als Erstes kommen Spaß und Teamgeist"
Szene aus dem Spiel der Lanker Slowmos (in schwarzen Trikots) im Spiel gegen die Uniwheelers Bremen, das mit 5:8 verloren ging. FOTO: Janning
Meerbusch. Die Einradhockeyliga ist zu Gast in der Forstenberg-Sporthalle. Der RV Lank tritt mit vier Mannschaften an. Von Falk Janning

Einrad, Hockeyschläger und Tennisball - mehr brauchen die Jungen und Mädchen nicht für ihr Hobby. Zusammen spielen sie als "Slowmos", "Rebellen", "Funny Frogs" oder "Fresh Frogs" Einradhockey. Wie gut es sich auch auf nur einem Rad fährt, das zeigten die Aktiven des Radfahrvereins(RV) Lank mit ihren vier Teams am Wochenende bei einem Turnier der deutschen Einradhockeyliga in der Forstenberg-Sporthalle. In Lank kamen nun an zwei Tagen zwölf Teams zusammen, um im Gruppenmodus die Tagessieger zu ermitteln. Der RV Lank trat gleich mit vier Mannschaften an, um auch den Jüngsten und Anfängern Spielzeit und Turniererfahrung zu geben.

Das Niveau war deshalb höchst unterschiedlich. Während die einen das Einrad kunstvoll beherrschten und das Spielgerät, einen alten Tennisball, mit dem Eishockeyschläger locker an ihren Gegenspielern vorbeizudribbeln vermochten, konnten sich andere nur mühsam auf dem wackeligen Fortbewegungsmittel halten. Die "Slowmos" sind die beste Lanker Mannschaft: Sie wurden bei dem Turnier auf gehobenem A/B-Niveau aber sieglos nur Letzte und belegen in der Gesamttabelle nun den 16. Platz in der 76 Teams umfassenden bundesweiten Liga. Am nächsten Tag landen auch die "Rebellen", "Fresh Frogs" und "Funny Frogs" auf den letzten Plätzen.

Joy Hamm (20) und Selina Tovornik (20) von den "Slowmos" gehören zu den Könnerinnen auf dem Einrad. Das ist kein Wunder, denn sie sind in Lank so etwas wie die Pionierinnen der hoch anspruchsvollen Sportart, gehören zu den Gründerinnen der Mannschaft und betreiben die Disziplin ebenso wie ihre Teamkollegen Jakob Bulkowski und Emil Hausild bereits seit sieben Jahren.

Die Slomos spielten am Samstag groß auf, hielten gegen die ausnahmslos vor ihnen platzierten Teams aus Bochum (Platz sieben), London (8), Düsseldorf (9), Bremen (10) und Baukau (12) zwar immer mit, waren ihnen am Schluss aber knapp unterlegen. So kassierten sie in der ersten Partie bei der 8:9-Niederlage gegen die Stachelbeeren den letzten Gegentreffer erst in der Schlussminute. Und in Partie zwei glichen sie die Rückstände gegen die Uniwheelers Bremen bis zum 4:4 immer postwendend wieder aus, gerieten in der Schlussphase dann aber mit 5:8 entscheidend in Rückstand. Selina Tovornik war trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis und dem Turnierablauf. Und hob noch einmal heraus, worum es ihnen primär geht: "Als Erstes kommen der Spaß und der Teamgeist. Erst als Zweites kommt der Ehrgeiz." Sie ist vor allem begeistert von der Kombination aus Teamsport und Artistik. "Das ist schon eine ziemlich rasante Sportart", sagt sie. Sie und ihre Kameraden trainieren bei den Übungseinheiten den Umgang mit dem Schläger, das Passspiel, Spielzüge und Torschüsse. "Einradhockey ist ein ganz besonderer Sport. Man braucht Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit, um sich auf dem Einrad halten und gleichzeitig den Ball ins Tor schießen zu können. Einradhockey ist sehr artistisch, es müssen die eigene Geschicklichkeit und der Teamgeist zusammenpassen", sagt sie.

Schon als Fünfjährige bekam sie ein Einrad geschenkt. "Beim Hockey ist es schwierig, Ball, Rad und Schläger zu koordinieren", erklärt sie. "Schnell landet ein Schläger in den Speichen des Gegners oder unter dem Rad." Blaue Flecken seien normal, zu schweren Stürzen oder Verletzungen sei es aber noch nie gekommen.

Quelle: RP
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