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Meerbusch
Arbeitslosenzahl in Meerbusch leicht gestiegen

Meerbusch. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bereiten Angela Schoofs Kopfzerbrechen: "Der Arbeitsmarkt steht vor neuen Herausforderungen", sagt die Leiterin der auch für Meerbusch zuständigen Agentur für Arbeit Mönchengladbach. "Es wird zusehends schwieriger, einen Arbeitsmarktausgleich zu erreichen, da auf der einen Seite die Profile der freien Stellen anspruchsvoller werden und auf der anderen Seite bei vielen Bewerbern berufliche Qualifikation fehlt. Deshalb verstärken wir auch hier weiterhin unsere Weiterbildungsangebote."

Die Zahlen im Einzelnen: Im Juli dieses Jahres waren 28.393 Männer und Frauen in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss arbeitslos gemeldet. Das sind gegenüber dem Vormonat 825 Menschen mehr (3,0 Prozent). Gegenüber Juli 2016 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 766 (2,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk stieg um 0,2 auf 7,6 Prozent. Im Juli 2016 lag sie bei 7,4 Prozent.

Die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmärkten ließen sich an den Arbeitslosenquoten erkennen, heißt es. In Mönchengladbach stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 auf 10,6 Prozent. Im Juli 2016 lag sie bei 10,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis Neuss stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 5,8 Prozent. (Juli 2016: 5,7 Prozent). In der Geschäftsstelle Neuss, zu der die Städte Neuss, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch gehören, stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 auf 6,2 Prozent (Juni 2017: 6,0 Prozent; Juli 2016: 6,1 Prozent). Die Daten der drei Geschäftsstellen Neuss, Grevenbroich und Dormagen ergeben zusammen die Zahlen für den Rhein-Kreis Neuss. In Meerbusch lag die Arbeitslosenzahl im Juli 2016 insgesamt bei 1276, im Juli 2017 bei 1278. Im Vergleich zum Juni ist sie um 55 auf 1221 gestiegen.

Die Zunahme der Arbeitslosen sei nicht nur auf die saisonüblichen Einflüsse wie Sommer- und Betriebsferien zurückzuführen, sagt Schoofs: "In der Gruppe der Ausländer ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gestiegen, um 1082 oder 16,7 Prozent auf aktuell 7566. So haben wir bereits im letzten Jahr sehr frühzeitig mit der Förderung dieser Personengruppe begonnen, was im Juli 2016 zu einer deutlichen Entlastung des Arbeitsmarktes geführt hat. Heute stehen nun nach und nach die qualifizierten Menschen - auch das Potenzial der geflüchteten Menschen - dem Arbeitsmarkt zur Verfügung", betonte Angela Schoofs. "Unser Arbeitgeberservice wendet jetzt sich an die heimischen Unternehmen, damit die Absolventen eine Chance haben, um ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten unter Beweis stellen können", so die Arbeitsagentur-Chefin.

(juha)
 
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