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Meerbusch
Art Fair in Büderich: "Eine Bereicherung für die Region"

Meerbusch. Die Messe für zeitgenössische Kunst findet im nächsten Jahr in drei Hallen auf dem Areal Böhler statt. Politiker und Künstler freuen sich.

Eingeweihte wussten es schon lange, vor drei Tagen wurde es publik gemacht: Die Art Fair, eine Messe für zeitgenössische Kunst, wechselt von Köln aufs Areal Böhler an die Stadtgrenze von Düsseldorf und Meerbusch. Sie findet nächstes Jahr im November das erste Mal statt. Zurzeit gehen die Veranstalter davon aus, dass drei Hallen genutzt werden. Es wird an den vier Messe-Tagen mit fast 35.000 Besuchern gerechnet. Nach der "Eat&Style", der "Chefsache" und der "Faszination Tierwelt" ist das die vierte Messe, die bislang in Köln stattgefunden hat und auf die andere Rheinseite wechselt. Die Reaktionen darauf:

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage: "Die ehemaligen Industriehallen sind eine tolle Location für eine Kunstmesse. Ich freue mich, dass mit der Art Fair die drittgrößte Kunstmesse nach Büderich wechselt und Zehntausende Besucher nach Meerbusch locken wird. Eine so große Messe für zeitgenössische Kunst ist sicherlich auch ein Impuls für die städtische Kunstszene. Obwohl das gesamte Areal auf Meerbuscher Stadtgebiet liegt, firmiert es unter der Düsseldorfer Adresse Hansaallee. Viele Aussteller werben zwischenzeitlich mit dem Messestandort Düsseldorf/Meerbusch - klar, "Art Fair Meerbusch" hat was, aber man muss auch Realist bleiben und still genießen können." Wirtschaftsförderin Heike Reiß: "Dass ist einfach großartig! Die Gespräche mit den Veranstaltern laufen schon längere Zeit, und es gab auch seitens der Stadt Meerbusch Vorarbeit zu leisten, damit dies möglich wurde. Die Messe hat in Köln ca. 35.000 Besucher, auf sie freuen wir uns. Den Veranstaltern kann man es nicht verdenken, dass sie die Lage des Areal Böhlers an der Stadtgrenze zu Düsseldorf auch im Namen aufnehmen. Auf der Art Fair stellen keine Künstler direkt aus, sondern Galeristen, und sicher wird das auch eine Bereicherung für die Meerbuscher Kunstszene werden. Auch hier laufen schon Gespräche, mit welchen Aktionen wir uns einbringen könnten."

Werner Damblon, CDU-Fraktionschef: "Wir freuen uns sehr, dass immer mehr namhafte Veranstaltungen im Areal Böhler stattfinden. Meerbusch wird davon in vielerlei Hinsicht profitieren. Es ist natürlich so, dass oft von Düsseldorf statt Meerbusch als Veranstaltungsort die Rede ist. Düsseldorf ist nun einmal der "größere" Name, das werden wir nicht verhindern können. Aber trotzdem wird die "Marke" Meerbusch bekannter werden!"

Nicole Niederdellmann-Siemes, SPD-Fraktionschefin: "Damit entwickelt sich der Standort zu einer der Top-Adressen. Es wäre wünschenswert, wenn der Messestandort auf dem Böhler Areal stärker mit unserer Stadt verbunden würde. Allerdings firmiert das Areal unter einer Düsseldorfer Adresse. Hier sind sicherlich Gespräche zwischen den beiden Bürgermeistern zu führen, mit dem Ziel einer stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit. Es wäre wünschenswert, wenn die Art Fair für die Menschen in Meerbusch eine Bereicherung wäre. Wir haben eine bunte und vielfältige Kunstszene in Meerbusch, die einen solchen Kreis für die Präsentation ihrer Werke sicher gerne nutzen würde. Schön wäre es, wenn es der Messe gelingen würde, die Menschen für Kunst zu begeistern und sich einem breiten Publikum zu öffnen."

Lothar Beseler, Vorsitzender Meerbuscher Kulturkreis: "Ich begrüße es sehr, dass diese wichtige Kunstmesse nach Meerbusch umzieht. In unserer Stadt gibt es ein großes kunstinteressiertes Publikum. Die Art Fair ist eine Bereicherung der Kunstlandschaft für die Region."

Georg Neuhausen, Vorsitzender Kulturausschuss: "Die Messe wird auch auf die Meerbuscher Kunstszene ausstrahlen. Sie könnte jüngeren Künstlern mit der Unterstützung seitens der Stadt Gelegenheit geben, sich dort zu zeigen."

Roger Gerhold, Künstler und Kulturvermittler: "Ich freue mich darauf, dass die Messe im nächsten Jahr zu uns kommt. Die Anbindung an die traditionsreiche Kunstmetropole Düsseldorf wird sicherlich hervorragende Besucherzahlen generieren und auch das linksrheinische Publikum mit spannenden Positionen der zeitgenössischen Kunst erfreuen."

Michael Vogt, Künstler: "Ich bin sehr überrascht und kann es kaum glauben. Das ist ein Geschenk und eine Bereicherung. Einige meiner Arbeiten waren auf der diesjährigen Art Fair zu sehen. Die Anfahrt war höchst kompliziert und ich denke, dass die gesamte Logistik hier viel besser gelöst wird."

(ak/mgö)
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