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Meerbusch
Barbara-Gerretz-Schule: Der Anfang vom Ende

Barabara-Gerretz-Schule in Meerbusch zieht um
Barabara-Gerretz-Schule in Meerbusch zieht um FOTO: ulli dackweiler
Meerbusch. Gestern halfen Eltern beim Umzug der Grundschule. Morgen Nachmittag gibt's ab 16 Uhr ein großes Abschiedsfest

In dem Gebäude an der Fröbelstraße in Osterath lernten Generationen von Meerbuscher Schülern Lesen, Schreiben und Rechnen. An diesem Mittwochnachmittag tragen rund 15 Mütter und Väter und sämtliche Lehrer Kartons aus dem Gebäude in einen großen weißen Umzugswagen, der vor der Tür steht. Rechts ist die dicke blaue Turnmatte untergebracht, links daneben stapeln sich die Kartons. Es ist der Anfang vom Ende der katholischen Barbara-Gerretz-Schule. Nach langem Hickhack, einem Gerichtsprozess und einem Bürgerentscheid beschloss der Stadtrat das Aufgehen in einem Grundschulverbund im Hauptschulgebäude am Wienenweg - eigentlich im Sommer 2016.

Seit acht Wochen steht fest: Die Barbara-Gerretz-Schule wird bis Februar zum Flüchtlingsheim umgebaut, am 23. Dezember ist der letzte Schultag in dem Gebäude. Ein mulmiges Gefühl haben alle Eltern. "Ich melde mich zum Helfen", stellt sich eine Mutter der kommissarischen Schulleiterin Annette Klutke vor. "Auch wenn ich eigentlich gar nicht helfen mag." Arndt Fiebig, Vorsitzender der Elternpflegschaft, packt in seiner Mittagspause mit an. "Dass es jetzt wirklich zu Ende geht, ist bedrückend", sagt er. Tröstet es ihn, dass die Schule nun Flüchtlingen zur Heimat wird? "Es ist gut, eine Herberge bieten zu können", sagt Fiebig.

"Schöner wäre gewesen, wenn man Flüchtlinge untergebracht und parallel bis zum Sommer weiterbeschult hätte. Wir hätten viel voneinander lernen können." Morgen Nachmittag gibt's ab 16 Uhr ein großes Abschiedsfest. Eingeladen sind alle Schüler, Eltern und ehemaligen Schüler. Im Januar lädt die Stadt zur Infoveranstaltung.

(mrö)
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