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Meerbusch
Beleidigung sorgt für Gesprächsstoff

Meerbusch. Der RP-Bericht über die rassistische Beleidigung gegenüber des Kochs Anthony Sarpong hat für viel Gesprächsstoff vor allem im Netz gesorgt. Der gebürtige Ghanaer war auf einer Kreuzung in Büderich mit einem Autofahrer in Streit geraten. Daraufhin beschimpfte ihn der Mann am Steuer mit massiven rassistischen Worten. Bei dem Mann handelte es sich um einen Polizisten, der aber nicht in Uniform unterwegs war. Er wurde wegen dieses Vorfalls von der Wache Meerbusch versetzt. Sarpong hatte keine Anzeige erstattet, bei einem Gespräch einige Tage später hatte sich der Polizist auch bei ihm entschuldigt.

RP-Leser zollen beiden genau dafür Respekt: Sarpong, weil er keine Anzeige erstattet hat, dem Polizisten, weil er Reue gezeigt habe. Gleichwohl sei eine solche Beleidigung nicht akzeptabel, sagen die meisten der RP-Leser.

Die Politik hält sich bei der Beurteilung zurück: Marlis Docktor (CDU), stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrats, sagt: "Ich bin nicht dabeigewesen und möchte mir deshalb über den Vorfall kein Urteil erlauben." Hans Günter Focken (SPD) hat selbst die Erfahrung gemacht, dass ein Streit im Straßenverkehr schnell eskalieren kann. "Dabei muss man aber auf die Tonart achten." Rassistische Äußerungen seien völlig inakzeptabel. Er betont, dass es ein freundliches und zuvorkommendes Miteinander in Meerbusch gebe. So seien unter den in Strümp angesiedelten Flüchtlingen auch viele Afrikaner. Wenn diese massiven Anfeindungen ausgesetzt wären, dann würde ihm dies mitgeteilt, ist sich Focken sicher.

(ak/stz)
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