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Meerbusch
Bilder aus der Seele und dem Herzen

Meerbusch: Bilder aus der Seele und dem Herzen
Erika Anna Schumacher, Petra Therese Wegner und Silvia Klinger sind die drei Meerbuscher Künstlerinnen. FOTO: Anne Orthen
Meerbusch. Acht Künstlerinnen stellen zur Zeit in der Mauritius-Therapieklinik aus, drei von ihnen kommen aus Meerbusch. Von Monika Götz

Kunst lebt von den unterschiedlichen Sichtweisen der Betrachter. Welches hohe Gut diese Vielfalt für die bildende Kunst darstellt, zeigen jetzt unter anderem drei Meerbuscher Künstlerinnen in der aktuellen Ausstellung der Therapieklinik Osterath.

Dort sind von Kuratorin Monika Sterk ausgewählte Arbeiten zu sehen, persönliche, per Malerei und Fotografie dargestellte "Blickwinkel", wie die Ausstellung heißt. "AugenBlick in das Selbst" stellt Petra Therese Wegner über ihre Arbeiten und sagt: "Es ist Mediale Kunst, eine alte und besondere Tradition." In den Acryl-Bildern dominieren Farben der Natur: "Sie strahlen Wärme, Entspannung, Regeneration und Wohlsein aus." Ein gewisser 3D-Effekt entsteht durch schichtweises Spachteln und Materialien, die meist in der Natur zu finden sind.

"Ich bringe Federn, Palmenrinde oder Steine aus meinen Urlauben mit," erzählt Petra Therese Wegner. Die in Büderich lebende Kunstschaffende beschäftigt sich seit dem vierten Lebensjahr mit der Malerei: "Mein Vater war Künstler, ich bin Autodidaktin." Sie lernt über das Sehen, lässt sich von "Seele und Herz" leiten, eignet sich immer wieder neue Techniken an und möchte mit ihren Bildern als "Fenster in andere Dimensionen" auf leicht spirituelle Weise Ruhe und Frieden vermitteln.

Aus einem komplett anderen Blickwinkel heraus entstehen die Arbeiten von Erika Anna Schumacher. In häufig farbintensiven, großformatigen Graffiti-Paintings trifft figürliche Malerei auf Elemente der Street Art. Dabei stellt sie eine ganz eigene Verbindung zwischen klassischer Ölmalerei, gemalten Mustern, freien Farbflächen und gesprühten Linien her: "Ich sehe gerne genau hin, nehme Vielschichtigkeiten wahr und setze - nach einer kleinen Skizze, einem Text oder Foto - Situationen und Ebenen in einen neuen Kontext." Erika Anna Schumacher studierte Architektur und belegte den Studiengang Fotografie, Malerei und Interdisziplinäre Arbeit. Sie ist Meisterschülerin von Wolfgang Hambrecht und Bernhard Lokai der Freien Akademie der Künste in Essen, zeigte ihre Kunst auch in Paris, Miami, Essen und Solingen, ist vom 16. bis 18. Februar beim Photoweekend Düsseldorf und im Anschluss im Salon des Peintres du Marais Paris dabei.

In der Therapieklinik sind zwölf Bilder zu sehen, für die sich der Betrachter viel Zeit nehmen sollte. "Ich nehme bei meinen Reisen alles auf und bringe Fantasie ins Stadtbild. Da gibt es so manches zu entdecken." Erika Anna Schumacher liebt es, sich "künstlerisch auszutoben" und erklärt: "Beim Graffiti-Sprühen darf man nicht zögerlich sein."

Silvia Klinger dagegen stellt ihren Blickwinkel mittels blitzschneller Kurzzeitbelichtung dar. Unter anderem erzeugt sie mit Farbstiften Tropfen in drei verschiedenen Farben, die sich mischen, aber dennoch einzeln zu erkennen sind. "Die jeweilige Belichtung wird mit einem Steuergerät geregelt", erklärt die Fotografin. In unterschiedlichen Größen auf Alu Dibond aufgezogen erinnern diese mit einem Makro-Objektiv erstellten Aufnahmen an kunstvolle Phantasiegebilde. Die Ausstellung der Reihe "Kunst in der Therapieklinik" ist außerdem mit Arbeiten fünf weiterer Künstlerinnen aus der Region bestückt. Ausstellung St. Mauritius Therapieklinik. Strümper Straße 111. Die Bilder bleiben bis zum 20. April zu sehen, montags bis sonntags jeweils von 9-20 Uhr

Quelle: RP
 
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