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Meerbusch
Brennender Bus legt Verkehr lahm

Feuerwehr löscht brennenden Bus in Strümp
Feuerwehr löscht brennenden Bus in Strümp FOTO: Feuerwehr Meerbusch
Meerbusch. Über Stunden war die Verbindung zwischen Strümp und Osterath am Mittwoch in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Auslöser: Ein Bus, dessen Motor brannte. Der Sachschaden liegt bei rund 100.000 Euro; Erdreich wurde kontaminiert. Von Martin Röse

Dem umsichtigen Verhalten eines Busfahrers ist es wohl zu verdanken, dass es Mittwochnachmittag in Strümp nur zu einem Sachschaden kam und keine Verletzten zu beklagen waren: Frühzeitig bemerkte der Fahrer um kurz nach 17 Uhr Rauch aus dem Heck seines Fahrzeugs, stoppte den Bus an der Bushaltestelle "Kirche" in Strümp und beorderte rund ein halbes Dutzend Passagiere ins Freie in Sicherheit. Nur wenig später schlugen hohe Flammen aus dem Motorraum des Fahrzeugs, das im Auftrag der Rheinbahn im Einsatz war.

"Als unsere Einsatzkräfte eintrafen, gab es eine starke Rauchentwicklung", berichtete Feuerwehrsprecher Frank Mohr. Insgesamt rund 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz, neben den hauptamtlichen Kräften der Feuerwache Osterath auch Einsatzkräfte des Löschzugs in Strümp.

Während der Löscharbeiten wurde die Osterather Straße in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Wegen des Berufsverkehrs waren zahlreiche Autofahrer von der Sperrung betroffen. "Viele Wagen mussten wenden", erklärte Mohr. Mit drei Strahlrohren und viel Schaum bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer in dem brennenden Bus. "Schaum dringt besser in den heißen Motorblock ein und ist das effektivste Löschmittel in solchen Situationen", erklärte Mohr.

Zur Abfuhr von Wärme und Rauch wurden drei Fahrzeugscheiben eingeschlagen und Teile der Verkleidung entfernt. Nach rund einer halben Stunde war das Feuer aus. Die Feuerwehr kontrollierte die zahlreichen Hohlräume und schwer zugänglichen Fahrzeugbereiche. "Parallel dazu wurde der Motorblock weiter gekühlt", so Mohr.

Gegen 18.30 Uhr konnte der nicht mehr fahrtüchtige Bus abgeschleppt werden. Die Osterather Straße musste aber noch bis in den späten Abend voll gesperrt bleiben: Im Rahmen der Löscharbeiten war auch Motoröl in einen Grünstreifen gelaufen und ins Erdreich eingedrungen. Die Feuerwehr zog deshalb die Untere Wasserbehörde hinzu.

Eine Spezialfirma trug das kontaminierte Erdreich ab. "Ebenso musste die gesamte Fahrbahn auf einer Länge von zehn Metern speziell gereinigt werden", berichtete Mohr. Zur abschließenden Reinigung der Fahrbahn wurde eine Kehrmaschine eingesetzt.

Nach Angaben der Polizei entstand durch den Brand ein Sachschaden von rund 100 000 Euro. Die Ursache für das Feuer stand am Mittwoch noch nicht fest.

Quelle: RP