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Meerbusch
Büdericher Schützen feiern ihre Heimat

Meerbusch: Büdericher Schützen feiern ihre Heimat
Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gratulierte Schützenkönig Robert I. van Vreden. Die Jubiläumskompanie der Büdericher Musketiere 1992 war auch zu Gast im Rathausgarten. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gratulierte Schützenkönig Robert I. van Vreden. Die Jubiläumskompanie der Büdericher Musketiere 1992 war auch zu Gast im Rathausgarten. FOTO: Lisa Kreuzmann
Meerbusch. In der Pfingstwoche feiert die St. Sebastianus-Bruderschaft allen voran König Robert I. van Vreden mit Ehefrau Stefanie das Schützenfest. "Ein Bekenntnis zu Brauchtum und Heimat", sagte die Bürgermeisterin bei ihrem Empfang gestern. Von Lisa Kreuzmann und Mike Kunze

Der traditionelle Empfang für den König und sein Gefolge fand gestern zum ersten Mal im Rathausgarten statt. Und das, so hatte es Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gehofft, bei Sonnenschein. "Daran könnte man sich glatt gewöhnen", scherzte der Präsident der St. Sebastianus-Bruderschaft Peter Gröters mit Blick in den sonnigen Garten. "Wenn Sie jetzt noch ein paar Liegestühle aufstellen könnten - das wäre wunderbar."

Die Stimmung beim Empfang der Bürgermeisterin war gut. Der Empfang sei eine wichtige Tradition, um das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Schützenverein zu demonstrieren, sagte Angelika Mielke-Westerlage. "Das Schützenfest ist gelebte Heimatgeschichte", begrüßte sie ihre Gäste. Kein anderes Fest trage in diesem Maße zum Zusammenhalt im Ort bei wie das Heimat- und Schützenfest.

Spaß-Parade: Die Fotos auf den Gesichtern der Schützen-Kameraden spielen auf die unterschiedlichen van-Vreden-Generationen an. FOTO: Anne Orthen

Zum Empfang erschien König Robert I. van Vreden mit seinen Ministern Peter Smyrek, Sascha Schäfer, Christian Bodewig und Jan Schlenker. Auch Ehrenkönigin Nina Bödefeld und der neue Stadtschützenkönig Holger Amelung wurden von Mielke-Westerlage begrüßt, ebenso wie die Abordnung der Jubiläumskompanie der Büdericher Musketiere 1992. "Das Fest beweist: Wir leben nicht nebeneinander, sondern miteinander", freute sich die Bürgermeisterin.

Am späten Nachmittag dann ging es weiter im Fest-Programm: Nach dem Antreten an der Niederdonker Gnadenkapelle führte der Festumzug durch den Ort. Nach dem Biwak ging es über die Düsseldorfer Straße bis zur Dorfstraße. Und dort machte die Büdericher Jägerkompanie Eintracht 1906 machte aus ihren hohen Erwartungen an die Königsfamilie van Vreden keinen Hehl. Als Jux - und doch ein wenig ernst gemeint - hatten sie eine Ahnengalerie der besonderen Art auf die Beine gestellt. Die rund 40 Marschierer waren vor dem Thron in Viererreihen vorbeigezogen und hatten sich mit Fotomasken verkleidet. Sie zeigten Großvater Hans, Vater Gerd, König Robert und Sohn Theo. Dazu hatten sich die traditionell nur am Pfingstdienstag aus der Eintracht hervorgehenden "Gelben", die sonst ihre eigene Show machen, mit den "Grünen", die stets in ihrer korrekten Uniform aufziehen, sogar zusammengetan. Ihre Botschaft: Zu den drei Königen aus der Familie, die mit jeweils rund 25 Jahren Abstand regierten, soll 2042 der vierte kommen - und die ganze Truppe steht dahinter. Da der kleine Prinz Theo (6) ja schließlich auch schon bei der Eintracht mitläuft, ist der nächste van Vreden auf dem Büdericher Schützenthron also nicht unwahrscheinlich. Vorläufig feierten die Schützen allerdings ihren König Robert I. und Ehefrau Stefanie mit großem Enthusiasmus.

Wie einen Helden hatten die Jungschützen schon am Montagabend ihren Ex-Jungschützenmeister Andre Klang gefeiert, der mittlerweile in den Hauptvorstand der Bruderschaft aufgerückt ist. In Würdigung seiner Arbeit in den vergangenen Jahren verliehen sie ihm den eigens dafür geschaffenen "Büdericher Jungschützenorden", der künftig nur in außergewöhnlichen Fällen verliehen werden soll. Das Kreuz mit hinterlegtem, vierspitzigem Stern trägt eine Inschrift auf der Vorderseite, auf der Rückseite ist das Verleihungsjahr graviert. Das Kleinod hatten die Büdericher Musketiere anlässlich ihres Jubiläums gestiftet. Die reine Frauengruppe hat derzeit besonders viele junge Mitglieder, die mit ihrer eigenen Jugendgruppe auch auf der Straße ein gutes Bild abgaben.

Auf der abendlichen Bühne ließen die Jungschützen am Montag mit Playback-Einlagen eine Hitparade der vergangenen Jahrzehnte mit Boney M, Marius, Backstreetboys bis hin zur Augsburger Puppenkiste Revue passieren. Gitarrenbewährte Rocker der Spider Murphy Gang flitzten sogar so elektrisiert über die Bühne, dass die Fotografen mit Dutzenden Fotokameras kaum mithalten konnten. Mitten beim Puppenkisten-Klamauk waren neben Marco Friesl und Dennis Kunze auch die beiden Jungschützenminister Maximilian Mielke und Cedric Klingemann engagiert, die zuvor noch ihren Jungschützenkönig Martin Schwenzitzki bei dessen Krönung begleitet hatten. Viele Partygäste waren übrigens aus dem linksrheinischen Düsseldorf angereist. Bei der Festversammlung war Norbert Friesl vom Jägerzug Hermann Löns zum Major befördert worden. Außerdem wurden viele Schützen für ihre Verdienste geehrt. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden dekorierten die Bezirksbundesmeister Thomas Schröder und Andreas Kaiser Rittmeister Edmund Motes von den Blauen Husaren, den Armbrustschützen Peter Theunissen junior, den Scheibenschützen Ralf Kemmerlin sowie Reiner Höterkes vom Jägerzug Waidmannsheil und Lutz Klinkhammer von der Gesellschaft Jägerlust.

Das Silberne Verdienstkreuz heftete Präses Michael Berning Monique Bauske, Jörg Blombach, Michael Bödefeld, Stephan Brors, Rainer Daners, Jennifer Hermes, Udo Rudolph, Sebastian Schiffer und Christoph Wellemsen an die Uniform. Für 60 Jahre Mitgliedschaft erhielt Oberstleutnant a.D. Wolfgang Panzer den Jubelorden des Bundes. Als Goldjubilare für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Karl Birgels, Horst Diel, Jörg Hassels, Harald Kleutges, Werner Püllen, Dieter Röwer, Bernd Sattelberger, Alt-Bürgermeister Dieter Spindler und Wolfgang Witsch geehrt. Den silbernen Jubelorden für 25 Jahre erhielten Brigitte Baumann, Marlene Bergmann, Franz Knops und Gerd Hendricks.

Quelle: RP
 
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