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Meerbusch
Büffeln am Smartphone statt am Schreibtisch

Meerbusch: Büffeln am Smartphone statt am Schreibtisch
Matthias Lüttges (l.) und Philipp Merkenhagen wollen die "Bueffler"-App bekannt machen. FOTO: Anne Orthen
Meerbusch. Zwei Lanker Handballer haben eine App entwickelt. Mit dem "Bueffler" können Studenten auf spielerische Weise ihren Stoff lernen. Von Christoph Baumeister

Sich spielend leicht auf die nächste Prüfung an der Uni oder Hochschule vorbereiten? Das ist ab sofort mit dem "Bueffler" möglich. In der brandneuen Lern-App, die erst seit wenigen Tagen auf dem Markt ist, können sich Studenten in prüfungsrelevanten Themengebieten duellieren. Wie beim populären Quizduell gibt es Multiple-Choice-Fragen, die binnen 20 Sekunden beantwortet werden müssen. Je mehr Fragen vom User beantwortet werden, desto weiter rückt er im Ranking vor. "Durch die interaktive Abfrage der Lerninhalte und das Antreten gegen Freunde oder andere Studenten empfindet man das Lernen nicht wirklich als Lernen", erklärt Projektgründer Matthias Lüttges, der seit zwei Jahren Co-Trainer des Handball-Verbandsligisten TuS TD 07 Lank ist. Der Duell-Modus sei jedoch nur ein Feature, es gebe darüber hinaus die Möglichkeit, sich selbst zu prüfen und eigene Inhalte in die App aufzunehmen.

Zunächst werden den Nutzern zehn verschiedene Kurse in den Bereichen Chemie und Bauingenieurwesen angeboten. Weitere Wissensgebiete, Themenfelder und neue Aufgaben sollen aber schon in Kürze folgen. "Theoretisch sind uns kaum Grenzen gesetzt. Es gibt so viele Fächer und Gebiete, zu denen man Fragen stellen kann", sagt Lüttges, der sein Projekt vor rund einem Jahr startete. Als glühender Fan des Quizduells kam der 30-Jährige damals auf die Idee, ob man nicht auch studienrelevante Themen auf spielerische Weise vermitteln könne. Da Lüttges selbst Wirtschaftschemie studiert hat, fielen ihm sofort zahlreiche Themenbereiche ein, deren Inhalte man effektiv und vor allem mit einem höheren Spaßfaktor lernen könnte. Als er aus seinem Freundeskreis nur positives Feedback erhielt, entwickelte er mit Hilfe eines Software Unternehmens die Lern-App.

Da er jedoch für die kompletten Inhalte alleine verantwortlich war und dies alles neben seinem normalen Job als Berater für Firmen stemmte, stieß Lüttges schnell an seine Grenzen. Aus diesem Grund holte er vor wenigen Monaten den Lank-Latumer Philipp Menkenhagen dazu. Beide kennen sich seit vielen Jahren vom gemeinsamen Handballspielen beim TuS Treudeutsch. "Philipp ist der perfekte Partner. Er war bis vor kurzem als Assistent an der Universität Wuppertal im Bauingenieurwesen tätig, hat viele Kontakte zu Studenten und Professoren und weiß daher genau, was von beiden Seiten gefordert wird", erklärt Lüttges.

Überzeugungsarbeit bei Menkenhagen musste er nicht leisten. Der 31-Jährige war sofort vom "Bueffler" angetan. "Die Schwierigkeiten vieler Studenten liegen in der Regel nicht im abgefragten Klausurstoff, sondern im fehlenden Basiswissen", erklärt Menkenhagen. Grundlagen lernen sei aber langweilig. Mithilfe des "Bueffler" könne aber genau diese Basis gefestigt werden. Selbstverständlich kann die App nicht das grundsätzliche Pauken ersetzen. "Aber es ist eine sinnvolle Ergänzung, gerade in den Momenten und Situationen, in denen man seine Bücher nicht dabei hat", sagt Menkenhagen. Für die Studenten bieten sich völlig neue Lernmöglichkeiten- und orte an. "Egal, ob in Bus oder Bahn, im Wartezimmer beim Arzt oder in den Pausen im Fitnessstudio - eine Runde in der Bueffler-App kann immer und überall gespielt werden", sagt Lüttges.

Alle Studierenden könnten sich die App kostenfrei herunterladen. Die ersten Kurse sind gratis, für die Freischaltung weiterer Kurse müssen sie dann bezahlen. Sollte der "Bueffler" nachhaltig Erfolg haben, kann sich das Gründerteam auch vorstellen, Werbung einzubinden, um die Kosten für die Nutzer zu reduzieren. Doch das ist Zukunftsmusik. Lüttges: "Wir hoffen jetzt erst einmal darauf, dass sich viele den Büffler herunterladen und begeistert von ihm sind. Unser Ziel ist, den Studenten das Lernen so weit wie möglich zu erleichtern, damit auch während der stressigen Lernphasen der Spaß nicht zu kurz kommt."

Quelle: RP
 
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