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Meerbusch
Bürgermeisterin reist zur "Tour de France"-Streckenpräsentation

Meerbusch. Der kommende Dienstag ist der Tag der Entscheidung: Dann besteigt Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage gemeinsam mit ihrer Amtskollegin, der Kaarster Verwaltungschefin Ulrike Nienhaus, einen Flieger nach Paris, während der Neusser Sportdezernent Matthias Welpmann in Vertretung des Bürgermeisters Reiner Breuer den Zug nimmt. Was alle drei Reisenden aus dem Rhein-Kreis eint, ist die Hoffnung auf einen Zuschlag im Rennen um die "Tour de France"-Streckenführung - und ein kleines bisschen Siegesgewissheit.

Sicher ist: Am 18. Oktober stellt der Veranstalter offiziell die Route für das berühmte Radrennen vor. Die Tour de France startet am 1. Juli 2017 in Düsseldorf. Klar ist, dass nach dem Prolog die zweite Etappe über Erkrath, das Neandertal und Mettmann zurückführt. Klar ist auch, dass am gleichen Tag eine erste Sprintwertung in Mönchengladbach gefahren wird. Doch, auf welchem Weg kommen die Radfahrer von Düsseldorf aus dahin? Durch Neuss, sagen die Neusser. Aber das wünschen sich auch Meerbusch, Kaarst oder Krefeld. Vielleicht werden sie alle bedacht?

Die Einladung der Meerbuscher Bürgermeisterin zur Präsentation der Streckenführung in Paris wertet Stadtsprecher Michael Gorgs jedenfalls als indirekten Hinweis darauf, dass die Bewerbung der Stadt als Durchfahrtsort Erfolg gehabt haben könnte. "Wir sind guten Mutes, dass sie nicht vergeblich nach Paris reist", sagt er. Über alles Weitere werde in Meerbusch aber erst gesprochen, wenn die Entscheidung wasserdicht sei.

Die Stadt hatte ihre Bewerbung erst abgegeben, nachdem Sponsoren gefunden worden waren, die die zu hinterlegende Summe von 50.000 Euro übernehmen. Die Verwaltung arbeitet jetzt an einem Konzept, um Meerbusch optimal in Szene zu setzen. "Für ein Rahmenprogramm böte sich auf jeden Fall der Dr.-Franz-Schütz-Platz an", sagt Michael Gorgs.

In Neuss denkt die Politik indes über ein Rücktrittsrecht nach - für den Fall, dass die Fahrer auf ihrem Weg von Düsseldorf nach Mönchengladbach zwar über Neusser Stadtgebiet, aber nicht durch die Innenstadt kommen. In Meerbusch gebe es solche Überlegungen nicht, heißt es.

(juha/nau)
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