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Meerbusch
Büromöbelspezialist aus Osterath: Keine Angst vor Ikea und Co.

Meerbusch. Den Bedenken von Meerbuschs Technischem Dezernenten Michael Assenmacher, große Möbelhausketten in unmittelbarer Nachbarschaft könnten den Meerbuscher Einzelhandel bedrohen, tritt jetzt der Büromöbel-Fachhandel Inwerk in Osterath öffentlich entgegen. Diese Besorgnis halte man für unbegründet, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Unternehmens. Dank der Spezialisierung auf Büromöbel sei Inwerk Allroundern wie Höffner und Ikea schon durch sein weitaus größeres Angebot überlegen.

Steigende Besucherzahlen des 2010 eröffneten "Forums für Bürokultur" zeigten, dass mit der Standortwahl in der ehemaligen Bacher-Brauerei eine wegweisende Investitionsentscheidung getroffen wurde, sagt Inwerk. "Wir sind nicht nur von der Größe her gut aufgestellt, sondern auch durch unseren kundenorientierten Service", erklärt Geschäftsführer Jens Hohenbild. Neben dem klassischen Fachhandel setze Inwerk seit der Gründung im Jahr 2000 zudem auch auf das Internet und partizipiere mit seinem fortlaufend erweiterten Online-System an den hohen Wachstumsraten des E-Commerce. Denn: Online-Shopping, sagt der Inwerk-Chef, sei längst zu einem Teil der Alltagskultur geworden, auch bei der Anschaffung vieler Investitionsgüter.

Derweil entstehen rund um Meerbusch zahlreiche Möbelhäuser: Der Höffner-Markt in Neuss mit 46.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist bereits eröffnet worden, Ikea in Kaarst wird ebenfalls in einem größeren Neubau mit zunächst 25.500 Quadratmetern Verkaufsfläche starten. Weitere Möbelmärkte mit einer Gesamtfläche von 59.000 Quadratmetern sollen jetzt in Düsseldorf-Rath an der Theodorstraße entstehen. Die Meerbuscher Stadtverwaltung sieht deshalb den heimischen Einzelhandel in Gefahr und hat einen Brandbrief an die Stadt Düsseldorf geschrieben. Assenmacher befürchtet eine "negative Beeinträchtigung der zentralen Versorgungsbereiche Meerbuschs". Er fordert Düsseldorf auf, nur wenig Verkaufsfläche für solche Artikel zuzulassen, die auch in Stadtzentren verkauft werden. Düsseldorf definiert den Standort Rath als "Fachmarktstandort Nord". Dort sollen sich großflächige Einzelhandelsbetriebe mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten ansiedeln, unter anderem auch Möbelfachmärkte. Assenmacher verweist darauf, dass dort solche Artikel verkauft werden, die auch in Meerbusch erhältlich sind, etwa Haushaltswaren.

(juha)
 
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