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Meerbusch
CDU hinterfragt Integrationskonzept

Meerbusch. Muss in Meerbusch überhaupt über Integration von Flüchtlingen geredet werden? Wird nicht schon ausreichend getan? Darum ging es in der Sitzung des Sozialausschusses.

Die Stadtverwaltung stellte ein erstes Integrationskonzept vor, das auflistet, was bisher getan wird und die möglichen Handlungsfelder eines Konzeptes auf Landes-Basis aufzeigt. "Wir haben dieses Konzept bewusst offen gehalten, der Prozess muss dann ja erst noch in Gang kommen", so Erster Beigeordneter Frank Maatz.

Die SPD hatte den Antrag gestellt, einen Runden Tisch Integration einzurichten, vertagte diesen Antrag aber. Und kritisierte die Verwaltung: "Ihr Konzept ist ja nur grob skizziert, wir erwarten etwas ganz anderes", so Heidemarie Niegeloh.

Die CDU setzt auf eine "konzeptionell klare Ansage", so Gaby Pricken. Einer müsse den Hut aufhaben und alles koordinieren. Jörg Wartchow (CDU): "Ein Konzept ist im Moment nicht nötig, es läuft ja eine gute Arbeit." Vor allem durch die Ehrenamtler, ergänzte Marc Becker (Piratenpartei). "Ohne die liefe ja wirklich nichts." Das Engagement reiche aber nicht aus. Die Arbeit müsse professionalisiert werden, so Guido Fliege (UWG).

Ergebnis der Diskussion: Der Sozialausschuss kommt nach den Osterferien, am 7. April, bei einer Sondersitzung zusammen, um dann mit allen ehrenamtlich Aktiven über ein Konzept für die Integration von Flüchtlingen zu reden. Hans Günter Focken (SPD): "Die Integration muss jetzt starten, nicht in der Zukunft."

(ak)
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