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Meerbusch
China-Restaurant: Bestellung per iPad

Meerbusch: China-Restaurant: Bestellung per iPad
Weifeng Dong (l.) und Elias Rayani entwickeln das Konzept für den Anbau. FOTO: Dackweiler Ulli
Meerbusch. Weifeng Dong betreibt im Namen seiner chinesischen Familie den "Meerbuscher Hof" und will das Hotel um ein asiatisches Restaurant erweitern. Drinnen sollen bis zu 180 Gäste Platz haben. Von Anke Kronemeyer

Der erste Schritt ist getan, jetzt folgt der zweite: Nachdem die Baugenehmigung für den Anbau des Meerbuscher Hofs im Juli eingegangen ist (wir berichteten), entscheidet sich Weifeng Dong gemeinsam mit seiner Familie und Projektentwickler Elias Rayani für einen der drei Architekten, die Entwürfe eingereicht hatten. "Wenn der Rohbau steht, plane ich die Inneneinrichtung", beschreibt Dong seine Pläne.

Bislang steht nur fest, dass es den 300 Quadratmeter großen Anbau geben soll, dass die Familie dafür eine Million Euro investiert, dass es 81 Sitzplätze gibt sowie weitere Gesellschaftsräume für insgesamt 180 Gäste. Zum Restaurant gehört auch eine 75 Quadratmeter große überdachte Terrasse. Die Küche ist nicht nur chinesisch, sondern asiatisch geprägt, gekocht wird in einer offenen Showküche. Es soll ein Buffet für Selbstbedienung, aber eben auch Service am Tisch geben. "Die Gäste können bei uns mit dem iPad bestellen", erklärt Weifeng Gong das Besondere. Diese neue Technik setzt sich in einigen Restaurants durch, in Düsseldorf funktioniert es zum Beispiel sehr gut im "Okini". Für Dong steht aber fest, dass es zusätzlich ausreichend Personal geben soll - zum einen, um das iPad-System zu erklären, zum anderen, um Getränke zu bringen. Insgesamt sollen rund 20 Mitarbeiter neu eingestellt werden.

Der Blick aus der oberen Etage des Hotels zeigt das Areal, auf dem an der Meerbuscher Straße das asiatische Restaurant entstehen soll. FOTO: Dackweiler

Sechs Mitarbeiter beschäftigt der Hotelbetreiber im Hotel. Das hat die Familie vor anderthalb Jahren von einem Arzt aus Krefeld gekauft und betreibt es seitdem in eigener Regie. Die Zimmer kosten 50 bis 80 Euro und werden oft zu Düsseldorfer Messen gebucht, übers Jahr vor allem von Handwerkern und Monteuren, die in der Nähe arbeiten.

Auch wenn das Schild an der Straße ein Restaurant mit Biergarten verspricht: "Das gibt es hier nicht mehr zurzeit", so Rayani und Dong. Das Haus stammt aus den 70er Jahren und gilt mit seinen 18 Metern Höhe und fünf Etagen als eines der höchsten Häuser in Osterath. Es stehe unter Bestandsschutz, erklärt Rayani. Heißt: Man dürfe nichts verändern. Würde man eine Etage abreißen, dürfte man keine neue als Ersatz bauen. Und weil das ganze Haus auch ein wenig in die Jahre gekommen ist, will Familie Dong auch drinnen nach und nach sanieren, renovieren und modernisieren. Einiges wie Bäder oder Fußböden sei im Laufe der Jahre vom Vorbesitzer gemacht worden, aber Familie Dong, die aus der Nähe von Shanghei stammt und nach eigenen Angaben in Düsseldorf unter anderem einige chinesische Restaurants betreibt, will auch hier noch einmal Geld in die Hand nehmen.

Noch steht kein Name für das zukünftige Restaurant fest, und Dong muss auch noch entscheiden, ob er eine Stahl- oder eine Stahlbetonkonstruktion für den Anbau wählt. "Es soll auf jeden Fall alles sehr hell werden." Ist die Entscheidung für einen Architekten gefallen. "können schon in vier oder sechs Wochen die Bagger rollen", hoffen die beiden.

Quelle: RP
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