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Meerbusch
Christian Zillekens: "Olympia war ein unvergessliches Erlebnis"

Meerbusch. Bei den Olympischen Spielen in Rio schloss der Osterather Christian Zillekens den Modernen Fünfkampf auf Platz 21 ab. Sein Ziel - ein Platz unter den besten Zehn - hat er verfehlt, dennoch war Christian Zillekens nach dem ersten Olympischen Wettkampf seiner Karriere nicht enttäuscht. "Es waren tolle Spiele in Rio und ein unvergessliches Erlebnis für mich", sagte der Osterather, der den Modernen Fünfkampf unter 36 Startern auf Platz 21 abschloss.

Ein besseres Resultat hatte bereits das Fechten am Donnerstag verhindert. Zillekens entschied nur 16 der 35 Gefechte für sich und belegte damit den 26. Platz. In der Bonusrunde des Fechtens am Samstag fiel er noch eine weitere Position zurück. Im 200 Meter Freistilschwimmen kam Zillekens in 2:06.24 Minuten nahe an seine persönliche Bestleistung heran, blieb aber dennoch auf Rang 26. Der 20-Jährige kämpfte wacker weiter, hatte aber nicht das nötige Glück auf seiner Seite. Kurz bevor er zum Springreiten antrat, setzte in Rio strömender Regen ein. Zudem erwischte er bei der Auslosung in Xairel ein sehr nervöses Pferd. "Es ist gehüpft wie in Flummi, bei jedem Sprung hatte ich Sorge, dass es Christian abwirft", sagte Regina Hebmüller, die auf der Tribüne den Wettkampf verfolge und sah, dass sich ihr Sohn trotz der widrigen Bedingungen achtbar aus der Affäre zog. Mit nur zwei Abwürfen landete er im Reiten auf Rang 13. Ins abschließende Combined - dem 3.000-Meter-Geländelauf kombiniert mit dem Schießen mit der Laserpistole - ging Zillekens mit einem Rückstand von 1:07 Minuten auf den Spitzenreiter. Im ersten und dritten Schießen verfehlte der Meerbuscher jeweils eine Zielscheibe, im zweiten gleich zwei. Nur das letzte Schießen schloss er fehlerfrei ab. So überquerte er nach 11:27.45 Minuten - 62 Sekunden nach Goldmedaillengewinner Alexander Lesun - die Ziellinie.

Im finalen Klassement bedeutete das Platz 21. "Ich habe alles gegeben und gute, aber keine sehr guten Leistungen gezeigt - und die Konkurrenz war einfach zu stark, um damit weiter vorne zu landen", bilanzierte Zillekens, dem es vor allem an der nötigen Erfahrung mangelte.

"Man hat in manchen Situationen gemerkt, dass seine Konkurrenten taktischer reifer sind", so Regina Hebmüller. "Aber Christian ist ja erst 20 Jahre alt, seine Zeit wird noch kommen." Das nächste große Ziel ist nun natürlich Olympia 2020 in Tokio. "Ich werde die kommenden Jahre alles geben und hart an mir arbeiten, um dort wieder dabei zu sein", so Zillekens.

(cba)
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