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Porträt Nicolai Mameghani
Cocy wollte immer wie Petrocelli sein

Porträt Nicolai Mameghani: Cocy wollte immer wie Petrocelli sein
Stammt aus Büderich und ist als TV-Anwalt bekannt geworden: Nicolai Mameghani. FOTO: NM
Meerbusch. Noch heute erinnert sich Nicolai Mameghani gut: "Ich wollte schon immer Jura studieren." Als Siebenjähriger sah er die amerikanische Anwalts-TV-Serie Petrocelli und seitdem verfolgte er sein Ziel: "Obwohl mein Vater unbedingt wollte, dass ich Medizin studiere und mit Studienorten lockte, die pures Strandleben versprachen." Von Monika Götz

Aber Cocy, wie er im Familien- und Freundeskreis genannt wird, blieb beharrlich bei seinem Wunsch. Diese Sicherheit und das dazugehörige Selbstbewusstsein hat sich der Fachanwalt für Strafrecht bis heute erhalten. Das Rüstzeug für die Karriere als Strafverteidiger bei Gericht hat sich der 45-Jährige in Meerbusch geholt.

Die Grundschulzeit verbrachte der Jüngste von drei Geschwistern in der Evangelischen Grundschule an der Büdericher Allee, wechselte dann aufs Mataré-Gymnasium, machte dort unter anderem mit Franjo Pooth Abitur, studierte in Heidelberg, Münster und Lausanne und holt sich die Erinnerungen an die Jugendzeit noch heute zurück: "Am Wochenende laufe ich im Meerbuscher Wald. Dort sieht alles so aus, wie vor 30 Jahren." Auch an das Tennisspielen im Sportverein Grün-Weiß-Rot Büderich erinnert er sich: "Die Steine auf dem Parkplatz riechen noch genauso."

Auch im heutigen FC Büderich - früher TuRa - war Mameghani aktiv. Und als Kind ließ er mit seinen Geschwistern dort, wo heute der Golfpark Büderich ist, Drachen steigen oder pflückte Brombeeren. Obwohl der Strafverteidiger als Mitglied einer Düsseldorfer Anwalts-Kanzlei auch in der Landeshauptstadt wohnt, gibt es enge Kontakte nach Meerbusch. Häufig ist er mit seinen Söhnen Johann (7) und Moritz (12) bei seinen Eltern, die in Büderich leben oder geht in Höhe des Modellflughafens am Rhein angeln und im Meerbuscher Wald joggen.

Die als Strafverteidiger verhandelten Probleme - es geht häufig um Drogen- oder Waffendelikte - lässt er in der Freizeit hinter sich: "Das ist ein harter Job. Aber ich freue mich Tag für Tag auf die Verhandlungen im Gericht." Diese Leidenschaft bringt er auch in TV-Serien ein. Er war - als Ankläger - in der Gerichtsshow "Richterin Barbara Salesch" zu sehen und kommentiert als Experte Spielszenen, die bei RTL II "Hilf mir - jung, pleite, verzweifelt" betitelt sind. Entspannung findet Nicolai Mameghani beim Joggen um 6.30 Uhr, beim Jagen in der Eifel oder beim Skifahren mit seinen Söhnen. Und er ist sicher: "Wenn nicht fast alle meine Freunde aus der Schulzeit in alle Himmelsrichtungen verstreut wären, würden wir uns in Büderich oft zusammensetzen und Erinnerungen auffrischen." 

Quelle: RP
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