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Meerbusch
Das Programm zum Woelki-Wochenende

Meerbusch: Das Programm zum Woelki-Wochenende
Das Gemälde von Klostergründerin Hildegunde hängt in der Sakristei der Mauritiuskirche. FOTO: Alice Wiegand
Meerbusch. Vor 850 Jahren wurde das Kloster Meer gegründet. Mit Ausstellungen, Theater, Vorträgen und Lesungen wird dieses Jubiläum gefeiert. Am 21. Februar wird das Pontifikalamt in der Mauritius-Kirche gefeiert - mit Kardinal Woelki.

Es ist nicht das erste Mal, dass Rainer Maria Woelki Meerbusch besucht: Im Februar 2011 war er bereits in seiner Funktion als Kölner Weihbischof zur Visitation in Meerbusch. Jetzt kommt er als Kardinal und wird gemeinsam mit der Meerbuscher Gemeinde das Pontifikalamt zum 850. Gründungstag von Kloster Meer feiern. Es beginnt Sonntag, 21. Februar, um 10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Mauritius.

Konzelebranten sind Pfarrer Michael Berning (St. Mauritius und Heilig Geist) und Pfarrer Norbert Viertel (Pfarrei Hildegundis von Meer). Zuvor wird der Kardinal gemeinsam mit Abordnungen der Meerbuscher Schützenbruderschaften in einer Prozession vom Alten Kirchturm an der Dorfstraße aus Reliquien der Klostergründerin Hildegunde zur Mauritius-Kirche tragen. Treffen am Alten Kirchturm ist um 9.30 Uhr, um 9.45 Uhr setzt sich die Prozession in Bewegung.

Bei seinem ersten Besuch vor fünf Jahren trug sich Rainer Maria Woelki bereits ins Goldene Buch der Stadt Meerbusch ein. FOTO: Stadt MB

Im Anschluss an den Gottesdienst wird es in der Kirche einen Festakt zum Klosterjubiläum geben. Nach dem Grußwort von Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage wird sich Kardinal Woelki - zum zweiten Mal nach seinem Besuch vor fünf Jahren - ins Goldene Buch der Stadt Meerbusch eintragen.

Nach dem Bucheintrag spricht Pfarrer Gerhard Sass für die Evangelische Kirchengemeinde, dann gibt Mit-Organisator Roger Gerhold einen Überblick über den Veranstaltungskalender zum Klosterjubiläum. Anschließend ist ein öffentlicher Jubiläumsempfang im Pfarrsaal gleich nebenan vorbereitet. Zu Festgottesdienst und Empfang laden Bürgermeisterin Mielke-Westerlage und Pfarrer Berning alle Meerbuscher ein.

Wer sich vorab über die Geschichte des Klosters Meer informieren möchte, kann dies am Donnerstag, 18. Februar, 19.30 Uhr, im Pfarrsaal St. Mauritius tun. Im Rahmen der Vortragsreihe des Meerbuscher Geschichtsvereins und der Volkshochschule gibt der Archäologe und Historiker Patrick Jülich einen Überblick über die wissenschaftlichen Grabungen, die seit den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in und um Haus Meer stattgefunden haben. Dazu wird er über die Ergebnisse der eigenen Ausgrabungen auf dem Gelände berichten, die im vergangenen Sommer im Auftrag des Eigentümers stattgefunden haben.

Patrick Jülich, Wahl-Kempener mit Wurzeln in Büderich, studierte unter anderem Vor- und Frühgeschichte und Mittelalterwissenschaften in Köln und Bonn, war wissenschaftlicher Referent am Museum in Krefeld-Linn und wechselte dann zur Fachfirma archaeologie.de. Schon als Student hatte er an Ausgrabungen am Dyckhof in Büderich und auf der Baustelle der A44-Rheinquerung bei Ilverich teilgenommen. Die Historie von Kloster Meer ist für Jülich Bestandteil einer rund 3000 Jahre alten Siedlungsgeschichte im Raum Meerbusch. "Die Römer waren nicht die ersten Siedler auf dem späteren Klostergelände", sagt Jülich. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Schon einen Tag nach dem großen Festakt, am Montag, 22. Februar, 19.30 Uhr, gibt es den nächsten Fachvortrag im Pfarrsaal von St. Mauritius: "Wir freuen uns sehr, dass wir Schwester Dorota Goldstrom vom Prämonstratenserinnen-Kloster Krakau als Referentin gewinnen konnten", so Pfarrer Michael Berning. Das Kloster in Krakau wurde etwa zur gleichen Zeit errichtet wie das Kloster Meer. Schwester Dorota wird sich ausführlich mit der Figur der Klostergründerin Hildegunde auseinandersetzen.

Quelle: RP
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