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Meerbusch
Das Super-Wochenende

Düsseldorf. Schützenfest, Pfingsten, Muttertag – und dann auch noch Sonne: Die Meerbuscher Gastronomen rechnen an diesem Wochenende mit einem enormen Kundenansturm – und haben sich entsprechend vorbereitet. Von Norbert Stirken und Tina Stockhausen

160 Kilogramm Spargel hat er geordert – und eine Schälmaschine geliehen. „Bier ist bestellt, aber so groß sind unsere Kühlhäuser nicht, dass sie alles aufnehmen könnten.“ Marcus Weniger, Inhaber des „Route 66“ im Bösinghovener Biergarten, erwartet an diesem Wochenende die umsatzstärksten Tage des Jahres. „Normalerweise packe ich nie mit an“, sagt er. Doch diesmal gibt’s Urlaubssperre, alle müssten mithelfen. In drei Schichten kümmerten sich jeweils 25 Kräfte um die Gäste. „Wir freuen uns auf die vier Tage, haben aber auch einen Riesenrespekt vor dem Ansturm.“

Das Superwochenende steht vor der Tür: Schützenfest in Büderich, Pfingstfeiertag, Muttertag – und das garniert mit 27 Grad plus Sonnenschein. „Bestes Eisdielenwetter“, sagt Guiseppe Protti. „Ab 30 Grad wird es zu warm.“ Der Besitzer der Eisdielen „Italia 90“ und „Cortina“ in Lank-Latum hat sich extra mit der dreifachen Menge an Früchten eingedeckt: 20 Melonen, 80 Kiwis, 15 Ananas und jede Menge Erdbeeren stapeln sich im Lager. „Außerdem haben wir drei Aushilfskräfte engagiert“

Die doppelte Menge hat auch Lucia Hatzis vom Restaurant Olympia in Osterath eingekauft. Mit leichter Kost wie Salaten und Fisch reagiert sie auf der Speisekarte auf die hohen Temperaturen. 130 Plätze hat die große Terrasse unter der riesigen Markise. „Hier finden die Gäste immer ein Schattenplätzchen“, sagt Lucia Hatzis.

Benjamin Rehbock, Geschäftsführer im Landsknecht in Büderich, geht über Pfingsten vom drei- bis vierfachen Umsatz aus. Muttertag, Schützenfest und Pfingsten an einem Wochenende, das sei richtig gut, meint er. Das Personal muss sich indes auf Doppelschichten einstellen.

„Es boomt im Moment“, erklärt Hans „Simm“ Siemons vom Azur Campingplatz in Langst-Kierst. Die Leute steigen spontan ins Wohnmobil und kommen ans Rheinufer. Viele kommen aufs Geratewohl, aber auch die Bücher seien gut voll. „Ich finde für jeden noch ein Plätzchen“, macht er weiteren Besuchern Mut. Die Zahl der Zelter nehme im Vergleich zu früher ab. Jugendliche mit dem Rad und einem Zelt auf dem Gepäckträger, das sei selten. „Die lassen sich lieber von Mami und Papi kutschieren“, meint Siemons.

Bei Palatini in Büderich rechnet man mit langen Schlangen an der Eistheke – auch wegen des Schützenfestes. „1200 Kunden pro Tag könnten es werden“, sagt Geschäftsführer Mounir El Montaser. Seine neue Eissorte in diesem Jahr: Joghurette. Er rechnet damit, dass er rund 130 Sieben-Kilo-Behälter mit Eis an jedem der drei Tage verkauft. „Bis 22 Uhr sind wir im Stress, danach ist Schluss“, sagt el Montaser. „Irgendwann müssen wir auch Feierabend machen.“

Quelle: RP
 
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