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Meerbusch
Dem TSV Meerbusch gehen die Spieler aus

Meerbusch. Vor dem Duell beim SC Kapellen verfügen die Kicker nur über 13 Spieler. Trainer Molina wäre schon mit Remis zufrieden. Von Falk Janning

Für Toni Molina ist es ein besonderes Spiel, auch wenn er das nach Außen nicht zeigt. Am Samstag (16 Uhr, Erftstadion) kehrt der Trainer des TSV Meerbusch mit seiner neuen Mannschaft zu seinem Ex-Klub SC Kapellen zurück, den er noch in der vergangenen Saison trainierte. "Das ist für mich ein ganz normales Ligaspiel, in dem es ausschließlich um drei Punkte geht", sagt der 44-Jährige.

Aber nicht nur wegen der Vergangenheit des Coaches ist es eine ungewöhnliche Begegnung, auch die sportlichen Voraussetzungen versprechen ein interessantes Aufeinandertreffen. Mit dem SCK und dem TSV treffen zwei Teams aufeinander, die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spielten und in der aktuellen Spielzeit zu den Spitzenklubs gezählt werden.

Molina zählt die Kapellener zu den absoluten Titel-Aspiranten. "Sie gehören definitiv zum Besten, was die Landesliga zu bieten hat und verfügen über starke Individualisten", sagt der TSV-Coach. "Sie sind in der Defensive sehr stark, haben talentierte Mittelfeldspieler und auch eine gute Offensive. Wir wären mit einem Punkt schon sehr zufrieden." Kapellens Coach Oliver Seibert sieht das ganz anders und gibt die Komplimente gerne zurück, zählt den TSV Meerbusch ebenfalls zu den stärksten Teams der Klasse und zum Kreis der Titelaspiranten. Molina sieht das ganz anders und seine Truppe in der Rolle des Außenseiters. Der Coach hatte sich nach den deutlichen Siegen gegen den FC Remscheid (3:1) und bei der eigenen Zweiten (4:1) maßlos über das jüngste 0:0 seiner Mannschaft gegen den VSF Amern geärgert. Spielerisch und kämpferisch fand er den Auftritt seiner Schützlinge zwar in Ordnung, doch die mangelnde Chancenverwertung brachte ihn an der Seitenlinie schier zur Verzweiflung. "Dass wir nun in Kapellen unter Zugzwang stehen und einen Punkt holen müssen, damit die Mannschaft nicht an uns vorbeizieht, haben wir uns selbst zuzuschreiben", sagt er. "Hätten wir gegen Amern gewonnen, könnten wir uns eine Niederlage erlauben."

Personell haben die Blau-Gelben große Sorgen. Nur 13 einsatzbereite Spieler haben sie zur Verfügung und müssen sich wohl bei der Zweiten bedienen. Der Ex-Kapellener Lennart Ingmann und Vincent Reinert fallen verletzt aus, Ridvan Balci ist nach seiner Roten Karten gegen Amern für vier Spiele gesperrt worden, und Benjamin Dohmen erkrankt. Dazu ist Kapitän Samir Purisevic am Mittwoch beim Training umgeknickt und fällt ebenfalls aus. Ein Fragezeichen steht noch hinter Takehiro Kubo, der aus beruflichen Gründen möglicherweise erst während der Partie das Stadion erreichen wird.

Quelle: RP
 
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