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Meerbusch
Der Briefzusteller im noblen Viertel

Meerbusch. Täglich liefert der 60-jährige Postbote die Briefe in die gehobenen Ecken von Meerbusch Von Niklas Vogel

Mittwochmittag in Büderich: Die Sonne scheint, und die angenehmen Temperaturen sorgen für einen freundlichen Sommertag. Die riesigen Bäume auf der Hindenburgstraße werfen einen enorm großen Schatten.

In der Gegend nahe Haus Meer, wo ja angeblich die gehobene Bevölkerung zuhause ist, ist es ohnehin ruhig. Die Häuser sind mit Kameras versehen, einige Anwesen mit hohen Hecken abgeschottet. Ein schwarzer Porsche, ein weißer Maserati, unzählige BMW-Modelle - viel mehr ist auf der Straße nicht zu sehen. Ein junges Mädchen radelt entspannt über die Straße, während eine Haushälterin den Hund zu einem kleinen Spaziergang ausführt. Der Vierbeiner scheint sich über den kleinen Ausflug zu freuen. Eine Ecke weiter rangiert ein Zementmischer auf der schmalen Fahrbahn.

Auf den anliegenden Grundstücken geht es dabei schon etwas lauter zu. Die Angestellten mähen den Rasen, bewässern die Vorgärten oder säubern die Garageneinfahrt. All das bei entspannter Arbeitsatmosphäre. Ein Gärtner reinigt, bei seinem etwas überforderten Umgang mit dem Gartenschlauch, gleich die parkenden Autos auf der Straße mit.

Um kurz nach 12 Uhr kommt dann auch der Briefzusteller auf der Hindenburgstraße vorbei. Gemütlich fährt er mit seinem Elektrofahrrad die Straße entlang. Die elektronische Unterstützung ist notwendig, schließlich legt er jeden Tag eine Strecke von knapp 35 Kilometern ab. Immer zur Mittagszeit bringt Siegfried Schlag den Anwohnern die Post nach Hause. Mittlerweile macht er das schon seit rund drei Jahren. "Die Leute hier auf der Straße sind immer sehr freundlich", sagt der 60-Jährige. Nach dem seine Arbeit auf der Hindenburgstraße erledigt ist, hat der Briefzusteller noch ein paar Straßen im Stadtteil vor sich, bis er dann gegen 14 Uhr Feierabend macht.

Quelle: RP
 
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