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Meerbusch
Der große Girokontenvergleich für den Kreis

Meerbusch. Unsere Redaktion hat sich bei 13 Filialbanken für drei Musterkunden erkundigt, welche Gebühren für das Gehaltskonto pro Jahr anfallen. Von Martin van der Pütten

Eine gute Nachricht für alle hiesigen Bankkunden gleich zu Anfang: Das Bankennetz im Rhein-Kreis Neuss ist ziemlich dicht gespannt, das bedeutet gerade in den Städten gute Auswahlmöglichkeiten für die Kunden und eine starke Konkurrenzsituation unter den Geldinstituten. Mit der Bitte um eine Kontoempfehlung für drei fiktive Musterkunden ist unsere Redaktion an 13 Banken und Sparkassen herangetreten, die mindestens eine Filiale im Rhein-Kreis Neuss unterhalten.

Musterkunde eins ist ein 30-jähriger Single, der seine Bankgeschäfte ausschließlich online führt und jeweils eine EC- und Kreditkarte benötigt. Auch Musterkunde zwei, eine junge Familie, führt das Girokonto online. Die Familie hat deutlich mehr Kontobewegungen und benötigt jeweils zwei Karten. Musterkunde drei schließlich ist ein Rentner-Ehepaar, das sein Bargeld mit zwei EC-Karten am Geldautomaten zieht, Überweisungen aber lieber mit Beleg in der Filiale tätigt. Eine Kreditkarte benötigt das Ehepaar nicht. Alle Musterkunden verfügen über ein festes Einkommen aus Gehalt oder Rente/Pension.

Der Vergleich zeigt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Geldinstituten gibt. Die jährlichen Kosten für ein Girokonto setzen sich dabei im Wesentlichen aus den folgenden Faktoren zusammen.

Monatliche Grundgebühr

Die Mehrzahl der Banken erhebt für die Nutzung eines Girokontos je nach Modell einen monatlichen Basispreis von 2,50 bis 9,99 Euro. Bei anderen entfällt diese Gebühr komplett. Oft ist das mit der Bedingung eines monatlichen Geldeingangs in einer bestimmten Höhe verbunden.

Kosten für EC- und Kreditkarten

Bei den meisten empfohlenen Konten ist die EC-Karte und deren Nutzung kostenlos enthalten. Einige Banken nehmen zwischen sechs und zehn Euro im Jahr für die EC-Karte oder für eine Zweitkarte. Bei den Kreditkarten ist die Situation umgekehrt, sie kosten fast überall eine Extragebühr von 20 bis 40 Euro pro Jahr und Karte. Enthalten sind Kreditkarten bei gehobenen Kontomodellen, die wiederum eine höhere monatliche Grundgebühr kosten.

Überweisungen mit Beleg

Im Gegensatz zu Online-Überweisungen, die bei allen Anbietern gratis möglich sind, kosten in der Filiale eingereichte Überweisungen auf einem Überweisungsträger oft einen Aufschlag von bis zu 2,50 Euro pro Stück. Diese sind bei den Musterkunden eins und zwei in der Tabelle nicht eingetragen, da diese beiden Kunden diesen Service nicht in Anspruch nehmen. Musterkunde drei zahlt meist eine Gebühr von 0,40 bis 1,50 Euro pro Überweisung oder wird in ein Kontomodell mit höherem Grundpreis eingestuft.

Rabatte und Angebote

Der Vergleich beschränkt sich ausschließlich auf Kosten, die für die exakten Anforderungen der drei Musterkunden entstehen. Daneben bieten die Banken eine Vielzahl an Rabatten und Angeboten. So gibt beispielsweise die Raiffeisenbank Kaarst Rabatte auf den monatlichen Grundpreis, wenn ein Kunde weitere Produkte der Bank nutzt. Die Sparkasse Neuss wirbt bei ihren "S-Quin" genannten Konten gleich mit einer ganzen Palette an Vergünstigungen von der kostenlosen Handy-Versicherung bis zu Ermäßigungen auf Konzertkarten. Bei der Volksbank Düsseldorf Neuss gibt es das Online-Konto gratis, falls ein Depot mit einer Mindesteinlage vorhanden ist. Bei der Sparda-Bank ist die Kreditkarte ab einem Mindestumsatz kostenlos und bei der Targobank gibt es einen Dispofreibetrag. Im Einzelfall können so für den Kunden bessere Lösung entstehen, als beim ausschließlichen Vergleich der Kosten.

Quelle: RP
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