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Meerbusch
Derby: TSV-Reserve empfängt SSV Strümp

Meerbusch. Bezirksliga Der Tabellen-Sechste gegen den Zehnten: Morgen treffen die beiden Meerbuscher Mannschaften der Bezirksliga in Bösinghoven aufeinander. "Das ist kein normales Spiel", sagt TSV-Trainer Robert Gambino Von Falk Janning

Meerbuschs Fußballer freuen sich auf das Stadtderby in der Bezirksliga: Am Sonntag (15 Uhr, Windmühlenweg) trifft Vize-Meister TSV Meerbusch II auf Aufsteiger SSV Strümp. Die Formkurve beider Mannschaften geht derzeit weit auseinander: Der Gastgeber hat sich nach holprigem Start gut erholt, ist durch eine Serie von fünf Siegen aus sechs Partien ins obere Tabellendrittel geklettert und belegt derzeit Rang sechs. Die Strümper haben dagegen nach starkem Start mit vier Siegen aus den ersten fünf Partien abgebaut und in den jüngsten sechs Spielen nur noch zwei Erfolge feiern können. Sie belegen derzeit mit drei Zählern Rückstand auf die Reserve des TSV den zehnten Platz.

Auf der Hut sein müssen die Strümper vor allem vor dem starken Angriff der Truppe von Trainer Robert Gambino. Die Blau-Gelben haben in den ersten elf Meisterschaftspartien schon 30 Tore erzielt und stellen damit die zweitbeste Offensive der Bezirksliga nach dem Tabellenzweiten SV Uedesheim. Die Stärke des TSV ist dabei seine Unberechenbarkeit: Zwölf verschiedene Schützen haben sich schon in die Torjägerliste eingetragen; erfolgreichste Torjäger sind bislang Bojan Katic (5 Tore), Moritz Körner und Steffen Drees (je 4).

Für Strümps Coach Willi Radmacher ist der TSV ganz klar Favorit. "Der TSV hat eine starke Mannschaft", sagt Radmacher. "Wir können nur darauf hoffen, dass sich bewahrheitet, dass Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben." Gambino nimmt die Favoritenrolle gerne an, wie er sagt. "Wir wissen aber, was uns erwartet. Ich bin jetzt seit neun Jahren hier und weiß, dass Spiele gegen Strümp immer etwas Besonderes sind. Das ist kein normales Spiel." Strümps Trainer sieht sich nach den beiden jüngsten Debakeln seiner Truppe mit zehn Gegentoren in zwei Spielen (0:5 bei der SG Rommerskirchen und 2:5 gegen Bayer Dormagen) in seiner Auffassung bestätigt, dass seine Elf nach den vier Siegen zu Saisonbeginn von vielen zu hoch bewertet wurde. "Wir haben zuletzt gesehen, dass wir an der Spitze nicht mithalten können. Meine Spieler haben in den Partien gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte Schwierigkeiten, die vorgegebene Taktik umzusetzen. Ich sehe meine Truppe von ihrer Stärke irgendwo zwischen Rang sieben und elf." Radmacher kündigte vor der Ausflug zu dem nur fünf Kilometer entfernten Sportplatz des Nachbarn an, dass sich das Gesicht der Mannschaft nach den jüngsten Debakeln ändern werde. Wie das aussehen wird, das will und kann der Coach noch nicht verraten. Froh ist er, dass Mehmet Yesil dabei ist und er mit Florian Kesselhut wieder auf seinen stärksten Angreifer setzen kann. Vier Wochen hatte der Stürmer wegen einer Asienreise gefehlt. Bei der 2:5-Niederlage gegen Dormagen in der vergangenen Woche wurde er spät eingewechselt und erzielte noch beide Treffer. "Da konnte man sehen, wie wertvoll er für uns ist", so der Trainer. Verzichten muss der SSV allerdings auf Tobias Hambloch wegen einer Grippe. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Dominik Blömer, der in der vergangenen Woche krank fehlte.

Personelle Sorgen haben auch die TSVler. Ihnen fehlen mit Denis Stark (beruflich verhindert), Kevin Stienen und Benjamin Purisevic (beide verletzt) drei Leistungsträger.

Quelle: RP
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