| 00.00 Uhr

Meerbusch
Die Außenseiter der Oberliga

Meerbusch. A-Jugend Handballer des OTV kommen alle aus Osterath. Nächste Begegnung gegen Top-Favoriten. Von Falk Janning

Als krasser Außenseiter sind die A-Jugend-Handballer des Osterather TV am Wochenende in ihre erste Oberliga-Saison gestartet. Dass es für den Aufsteiger um Trainer Oliver Weigel dabei eine 23:28 (9:16)-Niederlage gegen Adler Königshof gab, war dabei fast nebensächlich.

Das Ziel der Osterather, die noch nie in ihrer Vereinsgeschichte den Sprung in die dritthöchste Spielklasse geschafft hatten, ist klar: "Wir wollen zeigen, was wir können und nicht untergehen. Wenn wir am Saisonende Neunter in der Zwölfer-Liga werden, dann wäre das ein toller Erfolg", sagt der Coach. Ungewöhnlich ist, dass der OTV den Aufstieg ausschließlich mit den Jungs aus dem Dorf geschafft hat.

Ganz im Gegensatz zu der Konkurrenz. "Während meine Mannschaft nur aus Spielern aus Osterath besteht, die hier das Handballspielen von der Pike auf gelernt haben, haben sich unsere Liga-Konkurrenten jeweils die besten Spieler aus der Region zusammengestellt", sagt Weigel. "Nur die wenigsten Spieler des TV Oppum kommen aus Oppum. Ebenso ist es beim TV Korschenbroich."

Der OTV-Coach ist deshalb stolz auf die Leistung seiner Truppe, die im vergangenen Jahr als Vizemeister an den Qualifikationsspielen zur Oberliga teilnehmen durfte und sich in einem Feld von 40 Teams aus acht Handballkreisen einen von zehn freien Plätzen ergatterte.

In dieser Saison spielen zum ersten Mal auch drei Akteure mit, die sich dem OTV von anderen Vereinen anschlossen: Leon Oelschläger wechselte vom TuS Treudeutsch Lank, Mika Rübsam vom TV Schiefbahn und Tim Cramer von TuRa Büderich.

Auf der anderen Seite gab es drei Abgänge: Carsten Wilken wechselte zur zweiten Mannschaft des OTV und Christopher Grandin gab das Handballspielen wegen seines Studiums auf. Niklas Sternemann verließ den Verein ohne bekanntes Ziel.

Die Strategie für die Oberliga ist klar: "Wir sind körperlich nicht die robusteste Mannschaft. Wir werden versuchen, in der Oberliga über die Schnelligkeit zum Erfolg zu kommen", sagt der Trainer.

Gegen Königshof funktionierte das phasenweise gut. Im ersten Durchgang lag der OTV mit acht Toren zurück, verkürzte den Rückstand in der zweiten Halbzeit auf zwei Treffer. "Da haben wir den Kampf angenommen. Das war richtig gut", lobte der Trainer. "Wir waren vor unserem ersten Spiel sehr nervös und hatten zu viel Respekt. Das wird uns in den nächsten Partien hoffentlich nicht mehr passieren."

Die nächste Aufgabe des OTV hat es erneut in sich: Am Samstag, 25. September (17.45 Uhr, Realschul-Sporthalle, Görresstraße) trifft die Truppe auf den Top-Favoriten HSG Bergische Panther.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: Die Außenseiter der Oberliga


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.