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Neue Serie Fußballvereine vor der Rückrunde
Die launische Diva Osterath

Neue Serie Fußballvereine vor der Rückrunde: Die launische Diva Osterath
OSV-Trainer Mickey Föhde ist zuversichtlich. FOTO: U. D.
Meerbusch. In einer Serie stellen wir die Fußballvereine vor dem Start in die Rückserie vor. Den Auftakt macht der OSV. Von Falk Janning

Das hatten sich Osteraths A-Liga-Kicker ganz anders vorgestellt. Die Truppe von Trainer Mickey Föhde wollte in der Tabelle ganz oben mitspielen. Stattdessen ging sie nach acht Siegen und sechs Niederlagen sowie einem Remis nur als Achter in die Winterpause. Das soll in der anstehenden Restsaison nun ganz anders werden. Die Aufstiegsplätze scheinen mit sieben Punkten Rückstand außer Reichweite, zu Platz drei sind es aber nur drei Zähler. Das scheint machbar, wenn sich die launische Diva etwas stabilisiert.

Die vergangene Halbserie Der OSV spielte während der ersten 15 Partien zu wankelmütig, hatte vor allem ein Abwehrproblem. Gegen die Großen der Liga traten die Osterather stark auf und sorgten für so manche Überraschung, gegen die Außenseiter aus der unteren Tabellenhälfte leisteten sie sich aber unerklärliche Aussetzer und überraschende Punktverluste. "Das ist keine Überheblichkeit, das ist eine Kopfsache", sagt der Trainer. Ihre besten Saisonleistungen zeigten die Kicker vom Krähenacker gegen Tabellenführer SV Grefrath, bei dem sie 5:1 gewannen, und beim 5:2-Erfolg über den Tabellenzweiten TuRA Brüggen. Spieler des ersten Halbjahres war zweifellos Uwe Hagedorn, den der Coach vor der Saison zum Kapitän befördert hatte.

Die Vorbereitung in der Winterpause Die Testspiele machen Hoffnung. Der OSV testete gegen ligahöhere Konkurrenten und spielte stark auf, so zum Beispiel bei den beiden 2:2 gegen die guten Bezirksligisten Wachtendonk und Fichte Lintorf. Föhde arbeitete nicht nur im physischen sondern auch im psychischen Bereich, er will damit verhindern, dass gegen schwächere Gegner wieder unnötig Punkte verschenkt werden.

Die Neuen Neu im Kader ist Johannes Korth. Der Torwart aus der eigenen A-Jugend gehört jetzt fest zum Kader der Ersten. Vom SV Bockum hat sich zudem der Offensiv-Allrounder Sven Hein der Mannschaft angeschlossen. "Er ist Zehner oder zweiter Neuner - und eine echte Bereicherung", sagt Föhde. Mit dem früheren Rheydter Oberligaspieler Sascha Kaulen (42) hat der OSV zudem einen echten Routinier im Team. Zuletzt kickte er ausschließlich für die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach, wollte aber noch einmal bei Spielen um Punkte dabei sein. "Über diesen Zugang schmunzelt sicher die ganze Liga", vermutet Föhde, der über seinen Beruf Kontakt zu Kaulen bekam. "Er hilft uns weiter. Auch, weil er auf dem Platz klare Ansagen macht und zeigt, wo es langgeht."

Der Trainer Mickey Föhde (55) trainiert den OSV seit anderthalb Jahren. In der vergangenen Saison führte der Polizeibeamte die Elf nach dem Abstieg aus der Bezirksliga auf Rang zwölf in der Kreisliga A. Föhde spielte zu seiner Aktivenzeit unter anderem für den SV Neukirchen, kickte dort als Jugendlicher in der A- und B-Jugend-Niederrheinliga (1975 bis 78) und später bei den Senioren in der Landesliga. Seit 28 Jahren ist der Fußballlehrer Trainer, erwarb schon im Alter von 31 Jahren die A-Lizenz.

Der Ausblick Am Sonntag (15 Uhr, Bezirkssportanlage Schroersdyk) reisen die Osterather zum SC Viktoria 09 Krefeld. Der Aufsteiger hat vier Zähler weniger auf dem Konto und ist Tabellenneunter. Mit einem Sieg kann sich der OSV deutlich absetzen.

Die Form: 70 %.

Quelle: RP
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