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Meerbusch
Diskussion um beleuchtete Bäume

Meerbusch. Kritik richtet sich vor allem gegen das weiße Licht. Neue Weihnachtsbeleuchtung soll altes Design und warmen Ton erhalten. Von Sonja Schmitz

Auf der Dorfstraße gegenüber des Rathauses hat die Werbe- und Interessengemeinschaft Büderich vier Bäume testweise mit einer neuen Beleuchtung versehen. Anders als bei der herkömmlichen Weihnachtsbeleuchtung werden an dem Standort mit LED-Schläuchen hauptsächlich die Äste nachgezeichnet. Auf Facebook wird seit gestern in der Gruppe "I love Büderich" die neue Beleuchtung lebhaft diskutiert. Von vielen kritisiert wird vor allem das helle weiße Licht. "Eher Geisterbäume als weihnachtliche Stimmung", kommentiert eine Teilnehmerin. Aber es gibt auch positive Stimmen: "Ich finde es super", schreibt ein anderer.

"Wenn man etwas Neues macht, hat man immer welche, denen das nicht gefällt und welche, die es gut finden. Von Jugendlichen habe ich gehört, dass sie es cool finden", sagt Andreas Galonska, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. "Wir waren für etwas Neues offen", erklärt er. Auch wenn die Beleuchtung nicht jedem zusage, bleibe sie über den Winter hinaus. Galonska stellt sich vor, dass sie an Sommerabenden schön aussehen wird. Im Übrigen hat er festgestellt, dass das weiße Licht an vielen Orten verstärkt Einzug hält.

Mit einer neuen Weihnachtsbeleuchtung hat die Illumination der vier Bäume aber nichts zu tun. Die bisherige Adventsbeleuchtung ist 12 Jahre alt und war durch die Witterung, den Sturm Ela und zwei Schwerlasttransporter in starke Mitleidenschaft gezogen worden. Um sie zu erneuern, hatte die Werbegemeinschaft beim Straßenfest im September, dem Sonnenblumensonntag, Spenden gesammelt. Die Erlöse am Bierstand des Fests abzüglich der Kosten waren für diesen Zweck bestimmt. Auch Privatleute und Unternehmer hatten gespendet. Außerdem können Firmeninhaber Patenschaften für beleuchtete Bäume übernehmen. Die 50.000 Euro teure neue Beleuchtung soll im Winter 2017 hängen.

Da es die Beleuchtung nicht fertig zu kaufen gibt, Kabel und Lampen erst miteinander verbunden werden müssen, würden die Mitglieder der Werbegemeinschaft selbst Hand anlegen, erklärt Galonska. Für das Design der neuen Lichter werde man sich an den alten orientieren, verspricht er. Und auch der gelbe Lichtton soll wieder für gemütliche Stimmung sorgen. "Wir sind wild entschlossen, dass die Weihnachtsbeleuchtung schön und mit warmem Licht wird." Die Mitarbeiter der Stadt, die auf die hellerleuchteten vier Bäume schauen, berichtet Stadtsprecher Michael Gorgs, seien anfangs von dem kaltweißen Licht irritiert gewesen. "Aber mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt."

Quelle: RP
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