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Strümper Straße in Meerbusch
Dreck an Unterführung ärgert Anwohner

Strümper Straße in Meerbusch: Dreck an Unterführung ärgert Anwohner
H.-Robert Schramm in der Unterführung Strümper Straße: "Da unten geht keiner durch, weil es eine Kloake ist." Die Stadt ist in der Reinigungspflicht und säubert dort alle vier Wochen. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Ein Osterather Bürger wirbt für die Säuberung der Unterführung an der Strümper Straße. Der Durchgang sei so verschmutzt, dass viele Bürger den Ort meiden. Stadt reinigt alle vier Wochen, gibt Schandfleck aber zu. Von Sebastian Peters und Anke Kronemeyer

H.-Robert Schramm aus Osterath hat schon mehrfach am Bahnübergang Strümper Straße gefährliche Situationen bemerkt: Fußgänger, die trotz geschlossener Schranke über den Bahnübergang gehen oder joggen. Dabei gibt es eine Alternative, die aus Sicht von Schramm zu wenig Beachtung findet. "Wir haben dort ja eine Unterführung, die aber viel zu selten genutzt wird." Es fehlten auch die Hinweise auf die Unterführung, sagt Schramm. Zudem sei die Unterführung nicht sauber. "Da unten geht keiner durch, weil es eine Kloake ist." Die Unterführung müsse einmal wöchentlich gereinigt werden, dann würde sie auch wieder genutzt, sagt.

Verantwortlich für die Säuberung sei die Bahn, betont die Stadtverwaltung, musste diese Aussage dann aber revidieren. "Die besagte Unterführung liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich", so ein Bahn-Sprecher. Stimmt, sagte daraufhin die Stadt Meerbusch nach nochmaliger Recherche. "Die Unterhaltspflicht liegt in der Tat bei der Stadt", so Stadtsprecher Michael Gorgs auf erneute Nachfrage. Die Unterführung werde alle vier Wochen gereinigt - das heißt, Flaschen, Papier und anderer Unrat würden entfernt. "Der Zustand ist allerdings alles andere als schön - Graffiti und Uringeruch sind abstoßend. Da gibt es nichts zu beschönigen," so Gorgs. Er weiß: "Grundsätzlich sind Unterführungen wie diese heute nicht mehr zeitgemäß. Sie sind schlecht einsehbar, düster und wecken Unbehagen."

Aber: Das legitimiere allerdings nicht das Überqueren der Gleise bei geschlossener Schranke. "Das ist fahrlässig, gefährlich und wird zurecht mit saftigen Bußgeldern bestraft." Er erinnert an den Fall der Joggerin, die beim Überqueren der Gleise am Landsknecht von der Polizei kontrolliert worden ist. Die Strafe: ein Punkt in Flensburg und 378,50 Euro Bußgeld.

Die Situation vor Ort ist auch im Hinblick auf die Planung für das Osterather Zentrum spannend, wo Bahnübergänge durch eine Unterführung ersetzt werden sollen. Die Planung sieht vor, einen Kreisverkehr mitten unter den Bahngleisen in Höhe der Theodor-Heuss-Straße zu bauen und die Strümper Straße, Meerbuscher Straße, den Bahnhofsweg an diesen mit Rampen parallel zu den Bahngleisen anzuschließen. Die beiden verbliebenen Eisenbahngleise werden dann als Brücke über diesen "tiefergelegten" Kreisverkehr geführt. Und weil die Fußgängerunterführung umgebaut wird, wenn die große Unterführung zwischen Strümper und Meerbuscher Straße kommt, sind nach Angaben der Stadt deshalb keine größeren Investitionen mehr vorgesehen.

Aber: An der Strümper Straße wird die vorhandene Unterführung auf eine Länge von 13 Metern reduziert und beidseitig mit behindertengerecht ausgebildeten Rampen an die Strümper Straße bzw. die Krefelder Straße angeschlossen. Dort bleibt die Unterführung also. Ein Grund mehr für H.-Robert Schramm, eine nachhaltige und regelmäßige Säuberung zu fordern.

Quelle: RP
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