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Meerbusch
Viel Abfall beim Groß-Reinemachen

Dreck weg Tag 2016 in Meerbusch: Viel Abfall beim Groß-Reinemachen
Räumten in Nierst kräftig mit auf: Kita-Leiterin Christel Gebhardt-Radek, Andreas und sein Sohn Till Werner sowie andere Mitstreiter. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Bürgerverein Nierst rief zur Sauber-Aktion auf, und viele Bürger machten mit. In Büderich beteiligten sich dagegen nur sechs Helfer.

Schnapsflaschen, Plastikplanen, Dosen und ein alter Regenschirm: Beim Aufräumen in der Stadt im Grünen kam wieder so einiges zusammen, was nicht in die Landschaft, sondern in die Tonne gehört.

Zum Frühjahrsputz trafen sich am Samstag bei der Aktion "Saubermonat März" (ehemals Siggi-Sauber-Tag) in Büderich und Nierst Menschen, die ihren Ortsteil von Schmutz und Abfall befreien wollten. In Nierst wurde die Aktion vom Bürgerverein organisiert, Kindergarten und alle Vereine beteiligten sich. Der Kindergarten hatte beispielsweise wieder seinen "Mülllöwen Mullewapp" im Einsatz, in dessen Maul die Kinder Flaschen, Dosen und Karnevalsreste versenkten. Unterstützt wurden sie von Vätern wie Markus Fleischer, Andreas Werner und Ronny Benda, die die Aktion super fanden und gerne rund um ihren Kindergarten sauber machten. Aber die Eltern räumten nicht nur Abfall weg, sondern zimmerten einen Unterstand für Tomatenpflanzen und einen für den Lehmofen zum Grillen. Außerdem wurde das Bienenhotel auf Hochglanz gebracht. "Ich freue mich, dass so viele mitmachen", lobte Kita-Leiterin Christel Gebhardt-Radek die Kleinen und die Großen, die sich im Anschluss an die Arbeit an einer warmen Erbsensuppe laben konnten. Gleich gegenüber am Dorfplatz rückte Norbert Paas, Vorsitzender des Bürgervereins, mit Hochdruck dem Dreck auf dem Stein zu Leibe, auf dem der Pajas als Nierster Wahrzeichen steht. "Hier hält das Dorf zusammen", freute sich Thomas Francke.

"Alle machen mit. Am Rheinufer, an den Straßen und an Grünflächen." Es sei eine sinnvolle Aktion, die immer wieder zu vollen Säcken führe. "Unser Ideal ist, dass viele Leute draußen sind und nichts finden", überspitzte Heiko Bechert von der Stadtverwaltung. Doch so sieht die Realität nicht aus. In Büderich etwa waren nur sechs Personen dem Aufruf des BUND zum Müllsammeln gefolgt und hatten bis zum Mittag 13 Säcke gefüllt. "Es ist frustrierend, dass so wenige Leute mitmachen", ärgerte sich Andrea Blaum. Der Parkplatz am Apelter Feld sei voll, doch niemand packe mit an.

Weitere Aktionen gibt es am Samstag, 12. März, in Strümp (Treffpunkt 9.30 Uhr: Feuerwache und Schmitterhof) und Bösinghoven (Treffpunkt 10 Uhr: Bolzplatz).

(kir)
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