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Meerbusch
Ein Dankeschön an die Lesepaten

Meerbusch: Ein Dankeschön an die Lesepaten
Die Vorlesepaten, Doris Stracke-Egermann (Mitte), Inge Rose und Wolfgang "Krumi" Krumnacker mit den begeisterten Kindern. FOTO: Dackweiler
Meerbusch. Drei Vorlesepaten fesseln Vier- bis achtjährige mit spannenden Geschichten. Für ihr Engagement gab's Lob von der Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Von Monika Götz

Matteo ist acht Jahre alt und lässt sich die monatliche Vorlesestunde nie entgehen. "Aber heute ist er wohl das letzte Mal dabei, er fühlt sich schon zu erwachsen", erzählt Wolfgang Rempel. Er begleitete seinen Sohn zur Vorlese-Premiere in die Stadtbibliothek Büderich, in der gleich drei "Vorlesepaten" für ganz viel Lese-Spaß sorgten.

Diese Gelegenheit nutzte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, um die ehrenamtliche Arbeit der Vorlesepaten in den Stadtteilbibliotheken Büderich, Lank-Latum und Osterath hervorzuheben und danke zu sagen: "Sie sind teils seit zehn Jahren dabei. Das ist vorbildlich, denn das Ehrenamt lebt von der Nachhaltigkeit."

Ähnlich sieht das Bibliotheksleiterin Hildegard Bodden-Omar: "Häufig ist es zu den Vorlesestunden richtig voll und alle Kinder hören konzentriert zu, wenn unsere Paten ihre Begeisterung für Bücher weitergeben." Aber auch die Erwachsenen, die die Kinder begleiten, begrüßen dieses städtische Angebot. Oma Christa, die mit ihrer Enkelin Carla (5) gekommen ist, sagt: "Das ist toll hier und noch etwas ganz anderes, als wenn der Opa vorliest." Selbst die Vorlesepaten nehmen aus dem Zusammentreffen mit den Kindern etwas mit. "Wir bekommen viel zurück", findet Inge Rose. Sie wechselt sich in der Stadtbibliothek im Lanker Bürgerhaus mit Heidemarie Niegeloh - sie war zur Premiere verhindert - ab und bedauert: "Im Oktober kam nur ein Kind zur Vorlesestunde. Ich hoffe sehr, dass beim nächsten Mal wieder mehr dabei sind." Beim gemeinsamen Vorlese-Spaß in Büderich las sie aus "Super-Edgar. Retter der Schmusetiere" und nahm die Kinder auf spannende Abenteuer mit. In dem Buch, das Doris Stracke-Egermann ausgewählt hatte, ging es um ein außergewöhnliches Katzenbaby in "Der Kater mit den goldenen Pfoten": Rose: "Hier wird spielerisch deutlich, dass Konflikte auch ohne lautes Schimpfen oder gar Gewalt allein durch eine Aussprache geklärt werden können." Für die Vorleserin aus Osterath gehören Bücher schon immer zum Leben: "Durchs Lesen habe ich mir die große Welt in das kleine Dorf geholt, in dem ich aufgewachsen bin." Und Wolfgang Krumnacker, bekannt als "Krumi", kann sich ein Leben ohne das Vorlesen ohnehin nicht vorstellen. "Es gibt nichts Schöneres, ich lerne viel von Kindern und finde, dass sie in Sachen Integration für uns alle große Vorbilder sind", betont der Vorlesepate mit Entertainer-Qualitäten.

Rund 70 Lesetermine nimmt er im Jahr war, nicht nur beim Bücher-Bummel oder im Landtag in Düsseldorf, sondern regelmäßig auch in zwei Büdericher Kindergärten und in der Stadtbibliothek. "Wenn Krumi liest, ist das für Kirsten ein Highlight", erklärt Andrea Schmidt, die mit ihrer siebenjährigen Tochter zum Vorlese-Spaß kam. Und wenn Krumi zum Vorführen des "schwierigsten Zaubertricks der Welt" auf die Hilfe der Kinder und deren Simsalabim-Zauberspruch angewiesen ist, haben kleine und große Zuhörer einen Riesenspaß.

Quelle: RP
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