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Meerbusch
Ein eigener Film für die Tour de France

Meerbusch: Ein eigener Film für die Tour de France
Sponsoren und Filmemacher: Dirk Lindner, Matthias Lorbach, Andrea Müller, Patric Gellenbeck, Ole Borgmeier, Michael Gisbertz (v.l.) FOTO: ak
Meerbusch. Die Menschen - an erster Stelle die Meerbuscher - aufs Fahrrad bringen, für das Fahrrad werben: Das ist die Botschaft des 150 Sekunden langen Trailers, den junge Filmemacher im Auftrag der Tour-Sponsoren gedreht haben. Von Anke Kronemeyer

50.000 Euro haben Sponsoren gezahlt, damit sich Meerbusch als Etappe der Tour de France bewerben kann. Das hat schon mal geklappt - und aus den Treffen dieser Sponsoren mit den Tour-Beauftragten im Rathaus ist schon fast eine eingeschworene Gemeinschaft geworden.

"Wir netzwerken bei jeder Zusammenkunft", sagt Wirtschaftsförderin Heike Reiß, die gemeinsam mit Stadt-Pressesprecher Michael Gorgs und der Marketing-Beauftragten Alexandra Schellhorn am Montag ein neues Ergebnis dieses Tour-Networking präsentierte: einen eigenen Film für die Tour de France. Er dauert zwar nur 150 Sekunden, ist aber sehr professionell von jungen Filmemachern gedreht und soll einfach nur Lust aufs Fahrrad machen.

Er zeigt unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Fahrrad-Szenen: Einmal den "echten" Büdericher Briefträger Uli Kloss mit seinem Fahrrad, dann Richard, den 69-jährigen Fahrradfreak mit eigenem Fahrradgeschäft, dessen Rad sogar schon mal bei einer Tour gefahren ist, oder einen Mountainbiker, der durch die hügelige Landschaft - sorry - des Sauerlands prescht.

Oder weibliche Models, die mit dem Fahrrad zum Markt fahren, das Gelände des Areal Böhler entdecken ("Die Sehnsucht nach Freiheit"). Ein bisschen emotional ("Sonne auf der Haut, Wind in den Haaren") wird es auch in den wenigen Sekunden, und am Ende heißt es "Die Tour kommt zu uns. Kommst Du auch?"

Ole Borgmeier und Matthias Lorbach von Spectair Media haben einen guten Monat für diesen Film gebraucht, der jetzt überall gezeigt werden soll und kann. Die Stadt schickt bei jeder E-Mail den Link zum Film mit, alle Sponsoren werben für ihn - und damit für die Tour. Im Internet ist der Film auf der Plattform Vimeo zu sehen.

Dirk Lindner, einer der Sponsoren, hat mittlerweile im Bekanntenkreis gehört, dass viele ganz gezielt nach Meerbusch kommen wollen, um sich die Etappe rund um den Ortskern von Büderich anzusehen. "Das sind ja die gleichen Radfahrer wie in Düsseldorf", meint er und setzt darauf, dass es in Büderich entspannter zugehen wird als in Düseldorf. Für ihn hat sich das finanzielle Engagement für die Tour-Etappe bereits gelohnt: "Eine gute Investition."

Dass der neue Film Lust auf zwei Tour-Tage in Meerbusch machen soll, sehen auch die anderen Sponsoren wie Michael Gisbertz von Bucher Reisen, Patric Gellenbeck vom Areal Böhler und Michael Dahmen von Spectair so. Sie alle haben sich das erste Juli-Wochenende auf jeden Fall dick in den Kalender eingetragen.

Das Programm steht: Meerbusch ist eine der wenigen Städte in der Region, die schon am Samstag zum Event einladen, zum Prolog auf den Dr.-Franz-Schütz-Platz. Die Gastro-Stände sind geöffnet, zwei Bands machen Musik. Am Sonntag ab 7 Uhr dann der erste große Schritt: Dann ist die Durchfahrt auf der kompletten Tour-Strecke verboten, müssen alle Autos verschwunden sein.

Um 10 Uhr gibt es einen ökumenischen Gottesdienst mit Fahrradsegnung, um 11 Uhr startet das Programm auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz. Um 11.45 Uhr wird die 13 Kilometer lange Werbekarawane mit 160 Fahrzeugen erwartet, um 13.45 Uhr das Fahrerfeld. Das ist nach ersten Berechnungen der Veranstalter binnen vier Minuten durch den Ortskern gerauscht und fährt weiter Richtung Neuss - Meerbusch will weiterfeiern.

Mit Marching-Musik, Taiko-Trommlern, der Ehrung der besten Sportler, Akrobatik und einem ganztägigen Programm bis in den Sonntagabend hinein. Den Organisatoren fehlen zurzeit noch rund 70 Streckenposten, die am Tour-Tag alle Kreuzungen sichern. Wer mit dem Auto nach Büderich kommen will, muss den Wagen auf einem der Park-and-Ride Plätze abstellen.

Von dort bietet Bucher Reisen einen Rikscha-Service an und shuttelt die Gäste in den Ortskern. Die U76 fährt bis eine halbe Stunde vor Tour-Beginn und hält am Landsknecht. Die Tour-Besucher können aber auch mit dem Fahrrad anreisen - damit kommen sie außer bei der Hauptdurchfahrt der Profis zum Dr.-Franz-Schütz-Platz.

Quelle: RP
 
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