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Meerbusch
Ein Segelboot für die Badewanne

Meerbusch. Ferienspaß in Osterath: Die Kinder an der Eichendorff-Schule werkeln mit Holz Von Maike Billen

Auf dem Hof der Eichendorff-Schule in Osterath parkt der "Werki-Bus". Jochen Thiel hat den Transporter einst in eine Werkstatt umgewandelt. An niedrigen Werkbänken stehen Kinder und schmirgeln Fichtenholz. Die Kleinen bauen Segelschiffe oder Rennboote. Das eine oder andere Gefährt erinnert an die Arche Noah, die der biblischen Erzählung nach die Tiere vor der großen Sintflut retten sollte. Die vom OBV Meerbusch organisierte Ferienbetreuung an der Grundschule steht unter dem Vorsatz: tierisch "kuhl". Je nach Woche sind zwischen 35 und 50 Kinder angemeldet.

Mit einer Zange kürzt der Pädagoge Thiel einen dünnen Holzstab. Die achtjährige Thalia wartet nervös. Das Stäbchen wird nämlich ihr Mast: "Ich muss den Mast noch abschleifen und ein Segel befestigen", erklärt Thalia. Die nächste Teilnehmergruppe sei bald dran. Laura (7) lässt sich trotzdem nicht aus der Ruhe bringen: "Mein Boot braucht noch einen Lenker, damit ich es steuern kann." Laura plant, das Boot in der Badewanne schwimmen zu lassen.

Im Treppenflur der Schule ist eine Arche Noah aus Pappe zu entdecken. Umrahmt ist die Arche von gebastelten Tieren: Bienen, Giraffen, Elefanten oder Hasen zum Beispiel. Stets ein weibliches und ein männliches Exemplar. Davor stehen Stühle, die in Tiere umgestaltet worden sind. So ist ein weißer Kuhkopf mit schwarzen Flecken die Lehne eines Stuhls. Ein Glöckchen baumelt daran. Man kann auch auf einem Esel und einem Frosch Platz nehmen. Die Kunst-Stühle werden versteigert. Der Erlös fließt in die Gestaltung des Außengeländes der Schule. Timon (8) und Martin (6) sind sich einig: "Es fehlt noch ein Schlangen-Stuhl."

In einem Raum bestücken Elisa und Lena Styropor-Figuren mit glitzernden Pailletten. Lena gestaltet den Panzer einer Schildkröte: "Das ist mein Lieblingstier", erzählt die Achtjährige. Sind Schildkröten nicht total langsam? "Doch, aber genau deshalb kann ich die so gut abzeichnen." Im Krefelder Zoo hat Lena bereits eines der schleichenden Reptilien porträtiert. "Das Basteln mit den Pailletten erfordert Ausdauer", sagt Betreuerin Frauke Grützmacher. "Nebenbei fördert es die Kommunikation." Bei der Aktion werde viel geplaudert.

Tierisch "kuhl" sind auch die anderen Aktivitäten: In der ersten Woche war die "Mobile Tierfarm" von Gabriele Weyerhorst vor Ort. Die Kinder durften einen Esel füttern und ein Labyrinth für Frettchen errichten. Nächste Woche geht es zum Terra-Zoo Rheinberg.

Quelle: RP
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