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Meerbusch
Einbrecher bestehlen schlafende Bewohner

Videokameras: So dürfen Sie Ihr Haus schützen
Videokameras: So dürfen Sie Ihr Haus schützen FOTO: Anne Peters
Meerbusch. An der Meerhofstraße in Strümp sind unbekannte Täter nachts in ein Haus eingestiegen, während die Bewohner schliefen. Bereits gestern hatte die Polizei über einen ähnlichen Fall in Strümp berichtet. Von Martin Röse

Im 6000-Einwohner-Stadtteil Strümp gibt es zurzeit nur noch ein Gesprächsthema: die nächtlichen Einbrüche, bei denen sich die Täter Häuser aussuchten, in denen Bewohner anwesend waren.

Wie die Polizei gestern mitteilte, stiegen unbekannte Einbrecher in der Nacht zu Mittwoch in ein Haus an der Meerhofstraße in Strümp ein. "Über den rückwärtigen Garten gelangten sie an eine Terrassentür, die sie gewaltsam öffneten", berichtet Polizeisprecherin Daniela Dässel. "Während die Hauseigentümer in angrenzenden Zimmern schliefen, suchten die Täter nach Wertgegenständen."

Sie erbeuteten Geld und elektronische Kleingeräte, bevor sie das Haus offenbar durch die Eingangstür verließen und unerkannt entkamen. Am nächsten Morgen verständigten die Geschädigten die Polizei über den Einbruch.

Einbrüche in NRW 2014 – Daten und Fakten FOTO: Ferl

In derselben Nacht - während der Nachtabschaltung der Laternen - gab's einen Einbruch in einem Haus an der 100 Meter Luftlinie entfernten Gustav-van-Beeck-Allee. Gegen 3.45 Uhr hatten die Täter gewaltsam ein Fenster geöffnet, durch das sie ins Haus einstiegen. Dort gelang es ihnen, mehrere elektronische Kleingeräte zu entwenden, bevor einer der Bewohner auf den Einbruch aufmerksam wurde. "Er konnte gerade noch eine kleine Person erkennen, die unmittelbar darauf die Flucht ergriff", heißt es im Polizeibericht.

Waren es dieselben Täter? "Vermutungen sind ein schlechter Ratgeber bei Ermittlungen", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Bereits Ende Juni brachen Diebe in ein Haus an der Straße Heinenkamp in Osterath ein, in dem die Bewohner schliefen; vor rund zwei Wochen passierte Hausbesitzern am Bovert dasselbe.

Die NRW-Kriminalstatistik 2013 FOTO: shutterstock/Robert Hoetink

Polizeisprecherin Daniela Dässel betont: "In der ganz überwiegenden Zahl der Einbrüche in Meerbusch schlagen die Täter zu, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Einbrecher scheuen den Kontakt mit ihrem potenziellen Opfer." Im Normalfall versuchten die Einbrecher, das Risiko einer Entdeckung zu minimieren. "Meistens treten die Täter bei Entdeckung die Flucht nach hinten an."

Wer zu Hause Einbrecher bemerkt, solle nicht den Helden spielen. "Sobald man den Verdacht hat, sollten Hausbewohner den Notruf 110 wählen und genaue Angaben zum Ort machen." Die Kollegen der Leitstelle würden dann alle benötigten Details abfragen. Dässel rät: "Suchen Sie nicht die Konfrontation, versuchen Sie nicht, den oder die Täter eigenmächtig aufzuhalten."

Hinweise Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich unter Telefon 02131 3000 zu melden.

Quelle: RP
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