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Meerbusch
Eine wahre Weihnachtsgeschichte

Meerbusch. Wie ein Büdericher sein Portemonnaie verlor und das Geld darin bald arme Kinder glücklich macht Von Martin Röse

Plötzlich war's weg, das Portemonnaie eines Büdericher Neu-Bürgers, der nicht namentlich in der Zeitung genannt werden möchte - und den erst ein Freund drängen musste, die schöne Geschichte öffentlich zu machen. 150 Euro befanden sich in dem Portemonnaie und sein Ausweis, der Führerschein sowie diverse EC- und Kreditkarten. Um seinen Verlust beim Fundbüro melden zu können, konnte er nur eine Kopie seiner Wohnungsummeldung vorlegen. Sein Ausweis war ja weg.

Vergangene Woche erhielt der Büdericher einen erlösenden Anruf. Am anderen Ende der Strippe war eine Mitarbeiterin des Fundbüros Kaarst. Man habe seine Geldbörse gefunden. Zu seiner Freude waren neben allen Ausweispapieren und Karten auch die 150 Euro noch vorhanden.

Um den ehrlichen Finder zu belohnen und um ihm seine Dankbarkeit zu zeigen, bat der Meerbuscher, ihm dessen Namen und Adresse mitzuteilen. Es wurde ihm gesagt, der Finder sei ein Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Turnhalle Kaarst. Flugs machte sich der Meerbuscher auf, dem Finder einen Besuch abzustatten. Doch der Wachdienst verweigerte ihm den Zutritt, und da er nur den Vornamen des Finders kannte, konnte er ihn nicht sprechen.

Um seine Dankbarkeit trotzdem weiterzugeben, erfüllte er mit dem wiedergefundenen Geld Wünsche von Kindern in Kaarst und Meerbusch, die diese an den Wunschbäumen in den Stadtverwaltungen aufgehängt hatten.

Auf den Karten in Meerbusch hatten rund 300 vom Jugendamt ausgewählte Kinder aus bedürftigen Meerbuscher Familien einen Weihnachtswunsch im Wert von durchschnittlich 25 Euro schreiben dürfen. Die Karte wurden in die Weihnachtsbäume vor den Bürgerbüros in Büderich und Lank-Latum sowie im Sozialdezernat in Osterath gehängt. Jetzt sind - fast - alle Karten weg. Zwei sind noch da. Wer eins der beiden Kinder glücklich machen möchte, kann sich in Osterath, Bommershöfer Weg 2, in die Patenliste eintragen.

Quelle: RP
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